Krimi-Musical in der Rhoder Stadthalle

"Bilder einer Ausstellung" von Rhoder Schülern traumhaft inszeniert

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Bilderdiebe am Werk: Schemenhafte Figuren stehlen die Bilder einer Ausstellung.

Diemelstadt-Rhoden. Was hat die Tatort-Titelmusik mit Henry Mancinis Pink-Panther-Theme und Falcos Kommissar gemein? Sie alle tauchten in der Krimi-Adaption auf, die Schüler der Rhoder Schlossbergschule aus den „Bildern einer Ausstellung“ gemacht haben.

In der Stadthalle waren die berühmten Melodien von Modest Mussorgski in einen atemberaubenden Bilder- und Musikrausch verflochten, der unter Leitung von Hannelore Leyhe und Renate Walprecht einstudiert und präsentiert wurde. Gleich viermal führten die Beteiligten das sehenswerte Stück auf, darunter der Grundschulchor, das Blechbläserensemble, die Musik-AG, die Klassen 7a und 9aR und weitere Mitwirkende.

Der Spaß am Inszenieren und eine künstlerische Note waren in allen Bereichen zu spüren. Wer die Stadthalle betrat, wurde bereits durch die erste Ausstellung geleitet: vom furchterregenden Troll bis hin zu den tanzenden Küken in ihren Eierschalen hatten Schüler Mussorgskis musikalische Szenen liebevoll dargestellt. Per Videoeinspielung wurde dann das Kasseler Friedericianum auf die grüne Wiese bei Rhoden gebeamt, wo sich bald Kunstdiebe ans Werk machten.

Zwei Kommissare sollen den Kunstdiebstahl aufdecken. Ihre Arbeit begleiteten die Schlossbergschüler mit Kinderliedern, die sich wunderbar zwischen die klassischen Melodien einfügten, mit Tanz, Musik und darstellendem Spiel.

Wer eine Schulaufführung erwartet hatte, wurde mit einem gelungenen Multimedia-Event überrascht. Für die umwerfende Aufführung gab es denn auch reichlich Publikum. So waren sämtliche Mitschüler, die Kindergartenkinder und natürlich alle Angehörigen und Interessierten eingeladen, Mussorgskis Musik als Krimi-Musical zu erleben und zur Abschlussvorstellung obendrein Speisen aus verschiedenen Ländern zu genießen.

(Von Sandra Simshäuser)

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