Batterie durch Überspannung zerfetzt

Blitz schlägt im Hesperinghäuser Sonnenweg in eine Photovoltaikanlage ein 

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Im Hesperinghäuser Sonnenweg ist ein Blitz in eine Photovoltaikanlage eingeschlagen. Dabei ist die angeschlossene Batterieanlage zerfetzt worden. Ätzendes Batteriegel wurde verspritzt und musste von der Feuerwehr gebunden und verdünnt werden.

Diemelstadt. Im Hesperinghäuser Sonnenweg ist am späten Freitagnachmittag ein Blitz in eine Photovoltaikanlage eingeschlagen. Dabei ist die angeschlossene Batterieanlage zerfetzt worden. Ätzendes Batteriegel wurde verspritzt und musste von der Feuerwehr gebunden und verdünnt werden. 

Die Gewitterzelle entlud sich über Hesperinghausen, als die Bewohner des Hauses im Sonnenweg gerade nicht im Haus waren. Als sie zwei später zurückkehrten, bemerkten sie, dass der Blitz Teile der elektrischen Anlage zerstört hatte.

Die sofort herbeigerufene Feuerwehr rückte mit rund 20 Einsatzkräften aus Neudorf, Helmighausen und Hesperinghausen an. Weil die Lage zunächst nicht klar war, wurden auch Einsatzkräfte aus bad Arolsen alarmiert, später jedoch wieder abbestellt. 

Es stellte sich heraus, dass die vom Blitz herrührende Überspannung zum Zerplatzen des an die PV-Anlage angeschlossenen Batterieblocks geführt hatte. Der obere Teil der 1,60 Meter mal 0,60 Meter großen Batteriezellen waren abgesprengt. Ein großer Teil des ätzenden Batteriegels war verspritzt worden. 

Ein Elektriker wurde vom Einsatzleiter und stellvertretenden Stadtbrandinspektor Jörn Ständecke hinzugezogen, um die Anlage stromlos schalten zu lassen.

Gleichzeitig  wurden die  Gefahrgutexperten der Wrexer Feuerwehr alarmiert. In Schutzanzügen nahmen sie das Batteriegel auf und füllten das Bindemittel in Stahlfässer. Das restliche Gel wurde nach Absprache mit dem Klärmeister mit Wasser stark verdünnt in die Kanalisation gespült. Sowohl im Gebäude als auch auf der Straße sorgte  die Feuerwehr dafür, dass die Batteriesäure weiter  verdünnt wurde.

Mit der Wärmebildkamera suchten die Brandschützer schließlich nach möglichen Brandnestern oder Schäden unterm Dach. Dort hatte der Blitz aber   keinerlei Brandspuren hinterlassen.

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