Bürgermeister setzt auf Verbesserung des Wohnumfelds, Kinderfreundlichkeit und schnelles Internet

Diemelstadt zukunftsfähig machen

Die Grafik zeigt: Es fehlen junge Leute. Noch immer ziehen es viele nach dem Schulabschluss vor, in die Ballungszentren abzuwandern.

Diemelstadt. Wie eine Regierungserklärung kam  die Haushaltsrede von Bürgermeister Elmar Schröder daher. Die trockenen Zahlen über Gewerbesteuer, Kreisumlage und Abwassersofortprogramm bettete der Rathauschef ein in einen Gesamtüberblick über die aktuelle Situation der Diemelstadt.

Dabei blickte Schröder zurück auf das im vergangenen Jahr Erreichte und versuchte einen Ausblick auf die kommenden zwölf Monate. Breiten Raum nahm dabei naturgemäß der Flüchtlingszustrom ein. Wie der Landrat sprach auch Schröder von der größten Herausforderung seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Umso wichtiger sei die Arbeit der Magistratskommission „Zuwanderung als Chance“. Weder eine überbordende Willkommenskultur noch eine radikale Ablehnung seien geeignet, die anstehenden Probleme zu lösen. Integration sei keine Einbahnstraße. Vielmehr seien auch die Neubürger gefordert, sich in die Gesellschaft einzubringen. Dann aber bestünden große Chancen für beide Seiten.

 Zum wiederholten Mal präsentierte Schröder die Grafik mit der aktuellen Altersstruktur in Diemelstadt. Es fehlten junge Leute. Noch immer zögen es viele nach dem Schulabschluss vor, in die Ballungszentren abzuwandern. Wenn es gelinge, junge Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt der Region zu integrieren, sei das für alle ein Gewinn.

Die Diemelstadt bemühe sich, ihrem Ruf als familienfreundliche Stadt gerecht zu werden. Deshalb habe man in neue Spielplätze und in die vorhandenen Kindergärten investiert.

Das sei vielleicht auch der Grund für die Ansiedlung junger Familien gewesen. So sei auch die Geburtenzahl von 30 in 2013 auf 45 im Jahr 2015 gestiegen. Parallel dazu habe die Diemelstadt in die Verbesserung des Lebensumfelds in Wrexen und Rhoden investiert. Zur Daseinsvorsorge gehörten ein funktionierendes Wasser- und Kanalnetz ebenso wie gute Internetzugänge. Deshalb setze sich der Magistrat aktuell auch massiv für Investitionen der Telekom auf diesem Gebiet ein. Alle Möglichkeiten würden geprüft.

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