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Kirchenchor Rhoden verabschiedet sich nach 50 Jahren aus dem Gemeindeleben

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Der Kirchenchor Rhoden beendet seine Arbeit.
Der Kirchenchor Rhoden beendet seine Arbeit. © Privat

Nach 50 Jahren stellt der evangelische Kirchenchor Rhoden seine Arbeit ein.

Diemelstadt-Rhoden – Der Kirchenchor Rhoden hätte im Juni das Jubiläum seines 50jährigen Bestehens feiern können. Im Rückblick eine lange, beglückende Zeit für seine Mitglieder, zu Gottes Lob und Ehre, aber auch zur Freude der Gemeinde zu singen.

Doch nun endet die Chorarbeit aus Mangel an Sängern. Eine Mitschuld trägt auch in diesem Fall die Covid-Pandemie.

Die Anfänge 1972

Der Chor wurde von Pfarrer Christoph Sixt 1972 neu gegründet.Ihm gelang es, die Lehrerin Barbara Greiß für die Leitung des Chores zu gewinnen.

Mit 36 Frauen und zehn Männern begann eine lebendige Chorarbeit. Geistliche Musik in Gottesdiensten und Konzerten, Spiritual-Konzerte mit Unterstützung einer Band, viele Chorreisen und auch Teilnahme an Kirchentagen prägten diese Arbeit bis 1992.

Oratorien aufgeführt

Lehramtsstudent Michael Hollenstein wurde ihr Nachfolger. Große Chorkonzerte waren möglich, unterstützt von jungen Orchestermusikern der Kasseler Universität. So wurden z.B. die „Schöpfung“ von Joseph Haydn und das „Weihnachtsoratorium“ von J.S. Bach aufgeführt.

Beim Stadt- und Schlossjubiläum erfolgte ein Serenadenkonzert und die „Bauernkantate“. Viele Chorreisen mit Einsätzen an den Besuchsorten waren Höhepunkte der Chorarbeit bis 2001.

Ende in der Pandemie

Die Kirchenmusikerin Christine Spuck folgte in der Chorleitung von 2002 bis 2006. Sopranistin Dorina Schmidt, die oft bei Chorkonzerten mitwirkte, übernahm den Chor von 2006 bis 2014, Daniela Sauerland leitete den Chor von 2014 bis 2019. Zuletzt übernahm Alice Niepon den Chor bis zum Beginn der Covid-19-Pandemie.

Von da an fielen die Chorproben aus. Da die Chorgemeinschaft gealtert und durch traurige Abschiede geschrumpft war, kam es zum Entschluss, die Chorarbeit zu beenden. Im Juli 2022 kamen Sänger und Sängerinnen zum Abschied noch einmal zusammen, um Noten zu sichern und Rückblick zu halten.

Es besteht die Hoffnung, dass in der Form einer Projektarbeit Neuanfänge gewagt werden können.  (red)

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