Städtischer Zuschuss steht zur Diskussion

Debatte über Walmebad Rhoden  mit Spannung erwartet

Das Walmebad Rhoden wird seit 15 Jahren getragen von einem Förderverein. Wird die Stadt sich erstmals mit einem Zuschuss an der Modernisierung beteiligen? Foto: Elmar Schulten

Diemeltadt-Rhoden – Mit Spannung erwartet der Förderverein Walmebad Rhoden die Abstimmung am Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung über einen Zuschuss der Stadt Diemelstadt von 35 000 Euro. Die Sitzung beginnt um 19 Uhr im Gemeinschaftsraum der Stadthalle.

Der Haupt- und Finanzausschuss hat mit Mehrheit für die Aufhebung einer Haushaltssperre abgestimmt, die es dem Verein ermöglichen, einen Landeszuschuss zu beantragen. Bürgermeister Elmar Schröder tritt selbst für die Förderung ein.

Kritik zu erwarten

Ausschussvorsitzender und CDU-Fraktionssprecher Rainer Runte äußerte sich sich bereits im Rahmen einer CDU-Veranstaltung vor der Sitzung kritisch zur geplanten Förderung, kündigte aber eine Begründung erst für die Sitzung der Stadtverordneten an.

Der einzige weitere CDU-Stadtverordnete im Ausschuss, Oliver Klaus, verließ den Sitzungsraum: Nach Anfrage bei der Kommunalaufsicht, so Runte, dürften Vorstandsmitglieder des Fördervereins nicht an an der Entscheidung teilnehmen.

Beschluss gegen Förderung

Schwer tut sich die SPD-Fraktion, wie Markus Budde erklärte. Voraussichtlich werde sich aber die Mehrheit dafür aussprechen, das Geld bereitzustellen. Der Verein leiste viel für die Gemeinschaft, investiere in das Freibad, richte Schwimmkurse aus und habe das Schwimmbad zu einem Lebensmittelpunkt der Bürger ausgestaltet.

Eindeutig sei jedoch das Votum der Stadtverordnetenversammlung, mit dem die Sanierung des Steinbergbandes in Wrexen 2008/2009 beschlossen wurde: Demnach dürften keine städtischen Mittel mehr für das Freibad Rhoden verwendet werden und es solle nur noch ein städtisches Schwimmbad geben.

Zudem gab Budde zu bedenken, dass sich die finanzielle Situation der Stadt verschlechtern könne.

Engagierte Bürger unterstützen

Das Engagement des Fördervereins Rhoden sei gelebte Solidarität, argumentierte Jürgen Pawelzig für den Zuschuss. Für den sozialen Zusammenhalt stehe die große Unterstützung aus den Vereinen. Pawelzig gab zu bedenken, dass die geplante Photovoltaikanlage auch nach einer Auflösung des Vereins weiter bestehen bleibe und dann der Stadt zur Verfügung stehen würde.

Unterdessen hat der Magistrat dafür votiert, im Haushalt 2020 für die Planung von Sanierungsarbeiten im städtischen Freibad Wrexen 20 000 Euro bereitzustellen. Für die Sanierung des Steinbergbads setzt die Stadt selbst auf Fördermittel des Landes im Rahmen des Schwimmbadinvestitionsprogramms (SWIM).ah

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