1. WLZ
  2. Waldeck
  3. Diemelstadt

Denkmalschutzpreis des Landkreises für junge Familien, die Altbauten neu beleben

Erstellt:

Von: Elmar Schulten

Kommentare

Peisverleihung vor der Kulisse der Gewölbegänge im Schloss Rhoden.
Verleihung des Denkmalschutzpreises im Gewölbe von Schloss Rhoden. Das Foto zeigt die Preisträger mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese (2. von links) und Bauamtsleiterin Susanne Paulus. (links). Rechts im Bild: die zuständige Expertin für den Denkmalschutz beim Landkreis Waldeck-Frankenberg, Antje Paul. Der kleine Leonard Bonacker (vorn) hält eine der Haustafeln, die die ausgezeichneten Denkmäler markieren. © Elmar Schulten

Einfühlsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz im Landkreis hat der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese mit dem Denkmalschutzpreis des Landkreises Waldeck-Frankenberg belohnt.

Diemelstadt – Im Rahmen einer Feierstunde im Schloss Rhoden wurden die Eheleute Laura und David Mucha aus Diemelstadt-Rhoden, Katja Rothe-Gronotte und Ralf Gronotte aus Bad Arolsen-Landau sowie Miriam und Christian Vogel aus Diemelstadt-Helmighausen sowie Frank Bonacker aus Burgwald-Bottendorf ausgezeichnet.

Ein Sonderpreis ging an den Magistrat der Stadt Korbach für die gelungene Sanierung eines alten Fachwerkhauses in unmittelbarer Nähe Rathaus-Neubaus. Die Juryentscheidung erläuterte Antje Paul von der Unteren Denkmalbehörde beim Kreis anhand einer Fotodokumentation:

Dies sind die Preisträger

.  Familie Gronotte hat in der Hinterstraße in Landau ein Wohnhaus mit Tenne aus dem Jahr 1773 grundlegend saniert. Die umfangreichen Arbeiten an dem Längsdielenhaus begannen 2016.

Blick auf ein Fachwerkhaus mit roten Balken, weißem Gefache und einer Toreinfach in hellbraunem Holz.
Ralf Gronotte hat zusammen mit seiner Ehefrau Katja dieses Fachwerkhaus in Landau mithilfe von Handwerkern und in Eigenleistung mit viel Liebe saniert. © Armin Haß

.  Familie Vogel übernahm in der Meisterstraße von Helmighausen „Ligges Haus“ aus dem Jahr 1921 und funktionierte dieses von 2018 bis 2021 zu einem schicken und modernen Wohnhaus um. Dabei wurde der ursprüngliche Zustand einfühlsam wiederhergestellt.

Ansicht eines Backsteinhauses auf weißem Sandsteinsockel. Auch die Ecksteine sind aus weißem Sandstein.
Das Haus Meisterstraße 12 in Helmighausen Helmighausen wurde von Familie Vogel von Grund auf saniert. © Elmar Schulten

.  Familie Bonacker hat von 2016 bis 2020 in Bottendorf die Oberförsterei Wolkersdorf aus dem Jahr 1886 modernisiert und für die Ansprüche einer modernen Familie optimiert. Alle Denkmalschützer erhielten einen jeweils mit 500 Euro dotierten Sonderpreis und Plaketten für ihre Häuser.

Eine Familie mit Großeltern, Eltern und Kindern sitzt mit zwei Hunden auf den Treppenstufen vor einem alten Forsthaus. Dazu passend: Ein Geweih an der Hauswand.
Familie Bonacker hat das alte Forsthaus in Bottendorf saniert und für die Bedürfnisse einer modernen Familie umgebaut. © Michael Cebula

Ehrenpreis für den Magistrat der Stadt Korbach

Der mit 1000 Euro dotierte Hauptpreis ging an Familie Mucha, die in Rhoden ein diemelsächsisches Querdielenhaus aus dem Jahr 1800 für die Bedürfnisse einer jungen Familie von heute umgebaut hat. Unter Anleitung des Lehmbauexperten Jochen Siebert aus Ehringen investierte David Mucha allein 1500 Stunden Arbeit in die Sanierung.

Ein schickes Fachwerkhaus mitten in einer Straßenbaustelle.
Das Querdielenhaus Landstraße 6 in Rhoden liegt aktuell mitten in der Großbaustelle zur Umgestaltung der Ortsdurchfahrt von Rhoden. © Elmar Schulten

In seiner Dankesrede bestätigte er die Feststellung des Ersten Kreisbeigeordneten: Denkmalschutz und Klimaschutz passten gut zusammen. Bei der Sanierung alter Häuser würden alte Baumaterialien wiederverwertet, die noch dazu aus der Region stammten, nämlich Lehm und Holz. Das sei nachhaltig.

Ansicht eines sanierten Fachwerkhauses mit drei auffälligen, modern gestalteten Dachgauben.
Mit einem Ehrenpreis wurde die Kernsanierung und Umnutzung des alten Fachwerkhauses in der Korbacher Professor-Kümmel-Straße 9 bei der Verleihung des Denkmalschutzpreises gewürdigt. Dort ist jetzt das Stadtbauamt untergebracht. © Philipp Daum

Der Ehrenpreis für die Kernsanierung des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Fachwerkhauses in der Professor-Kümmel-Straße 9 ging an den Korbacher Magistrat. Das heutige Stadtbauamt neben dem neuen Rathaus wurde für 1,6 Millionen Euro saniert und beherbergt nun das Technische Rathaus.

Diese neue Nutzung sei ein gelungenes Beispiel dafür, wie historische Bausubstanz an moderne Anforderungen angepasst werden könne, sagte Frese. (Elmar Schulten)

Auch interessant

Kommentare