Erste Kontakte über Schulen geknüpft

Deutsch-französisches Komitee in Diemelstadt soll Partnerschaft anbahnen

Eine Gruppe von Männern und Frauen auf der Terrasse des Freibads in Rhoden.
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Sie leiten das neue deutsch-französische Komitee in Diemelstadt: von links Richard Lehmann, Manuel Parreira, Oliver Klaus, Eckhard Schwarz, Thomas Rotowski, Gitta Weber und Siegfried Patzer. Es fehlen Monika Trilling-Rauch und Elke Römer.

Insgesamt 30 Diemelstädter Bürger folgten dem Aufruf des Französisch-Lehrers Oliver Klaus am vergangenen Freitag bei herrlichem Sonnenschein ins Rhoder Walmebad, um eine deutsch-französische Freundschaft mit der französischen Gemeinde Izon in der Nouvelle Aquitaine zu begründen.

Diemelstadt-Rhoden - Der Kontakt über einen französischen Lehrer-Kollegen, der mit Schülern aus Niort zu Gast in der Kasseler Albert-Schweitzer-Schule war, wo Klaus seit 2014 lehrt, zur möglichen Partnerstadt war schnell hergestellt und ebenso schnell war beiden Seiten klar, dass man es mit einer Partnerschaft in den Gemeinden versuchen will, da die Ideen und Ziele der beiden sehr ähnlich waren: die jeweils andere Kultur kennenlernen, Europa vor Ort (er)leben und neue Regionen kennen- und bestenfalls lieben lernen; Vorurteile des jeweils anderen abbauen und damit zum europäischen Verständnis auf beiden Seiten beitragen.

Die Interessierten informierten sich zunächst über die Gegebenheiten in Izon und der Gegend nah am Atlantik gelegen und stellten fest, dass es zahlreiche Parallelen zu Diemelstadt gibt; etwa die Größe der Gemeinde und lebendige Vereinsstruktur.

Sprachbarriere kann überwunden werden

Im Vorfeld war auf französischer Seite ein deutsch-französisches Gremium bereits im März gegründet worden, der offizielle Antrag zur Verschwisterung wird vorbereitet und die Franzosen freuen sich darauf, die deutschen Partner zu besuchen, sobald es die Pandemie-Lage zulässt. Auf deutscher Seite wurde ein Kontakt zwischen der Französisch-Kollegin der Schlossbergschule Rhoden und einer französischen Deutsch-Lehrerin hergestellt. Eine Umfrage auf der Crossiety-App der Diemelstadt sowie eine Präsentation im Stadtparlament weckten das Interesse zahlreicher Bürger, so dass nun der nächste Schritt unternommen wurde.

Alle waren sich beim ersten Treffen einig, dass insbesondere die Angst vor der Sprache des jeweils anderen Landes abgebaut werden muss; so sei es klar, dass sowohl in Frankreich als auch in Deutschland nicht allzu viele Menschen der beiden Gemeinden die Sprache des Landespartners sprechen.

Vereine sollen eingebunden werden

In der Runde wurden auch zahlreiche Ideen zur Ausgestaltung des Kontaktes gesammelt. Neben den allseits bekannten Aktivitäten im sportlichen, musikalischen und kulturellen Bereich wurden Ideen für Familienfreizeiten bzw. Familienurlaube im Partnerland diskutiert und auch die Möglichkeiten eines gegenseitigen Besuches der Freiwilligen Feuerwehren oder der Angelsportler angeführt. Hier soll nicht nur in bestehenden Vereinsstrukturen sondern vielmehr in Projekten für mehrere interessierte Gruppen gedacht werden.

Aus der Gruppe der Anwesenden wurde dann schließlich ein Gremium von neun Personen gebildet, das die Interessen weiter verfolgen und erste Schritte mit den Franzosen unternehmen wird. Natürlich freut sich die Gruppe auch über weitere Interessenten, die sich gern beim Ansprechpartner und Leiter der Gruppe, Oliver Klaus, melden können.  red

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