Herausragende strategische Aktivität wird belohnt

Diemelstadt gewinnt mit Zukunftswerkstatt 25.000 Euro bei Bundeswettbewerb

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Sie freuen sich über den mit 25.000 Euro dotierten Preis des Bundeinnenministeriums für die Stadt Diemelstadt: Von rechts: Flüchtlingskoordinatorin Maria Schmidt, Daniela Scholz (Referat Bürgermeister) und Bürgermeister Elmar Schröder.

Diemelstadt/Berlin. Die Stadt Diemelstadt hat beim Bundeswettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand - Kommunen gestalten“ ein Preisgeld von 25 000 Euro gewonnen.

Bei der Preisverleihung im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat in Berlin war die Diemelstadt eine von 21 Städte, Gemeinden und Landkreisen, die für ihre vorbildlichen Aktivitäten zur Integration von Zuwanderern und der Förderung des Zusammenlebens vor Ort ausgezeichnet wurden.

Mehr als 140 Beiträge wurden bei dem vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) inhaltlich und organisatorisch betreuten und von den kommunalen Spitzenverbänden und dem Bundesverband Deutscher Stiftungen unterstützten Wettbewerb eingereicht. Die Wettbewerbsbeiträge zeigen eine beeindruckende Bandbreite an Konzepten, Projekten und Maßnahmen mit der Kommunen sich innovativ und kreativ für gutes Zusammenleben und eine nachhaltige Integration engagieren.

Eine unabhängige Jury aus Wissenschaft und Praxis ermittelte aus den 74 Wettbewerbsbeiträgen kreisangehöriger Kommunen in der Kategorie „Hervorragende strategische Aktivitäten“ 10 Kommunen verschiedener Größenordnungen. Die ausgezeichneten Kommunen erhielten ein Preisgeld von je 25.000 Euro.

Warum wurde Diemelstadt ausgezeichnet?

Das Projekt „Zukunftswerkstatt Diemelstadt“ wurde ausgezeichnet, wegen der „strategische Umdeutung“ von Zuwanderung, die in Diemelstadt stattfinde, so die Begründung der Jury.

Gelingende Integration der Geflüchteten werde für die kleine Kommune im ländlichen Raum als Chance und Bereicherung im Umgang mit dem demographischen Wandel verstanden. Diemelstadt nutze die Zuwanderung aktiv und arbeitet gemeinsam mit dem zum Wettbewerbszeitpunkt 125 Flüchtlingen zu folgendem Ziel: Bis 2020 sollen aus einem Drittel der Geflüchteten unabhängige Bürgerinnen und Bürger von Diemelstadt werden.

Unter dieses große Ziel ordnen sich die vielfältigen Integrationsaktivitäten ein. Dabei sind auch die Geflüchteten gefordert, „zukünftig an der positiven Gestaltung unserer Gemeinschaft mitzuarbeiten“. Die Diemelstädter Integrationsarbeit erfahre breite kommunale Unterstützung, lobte die Jury. So sei bereits Anfang 2016 eine hauptamtliche Flüchtlingskoordinatorin eingestellt worden.

In die Gestaltung der Integrationsarbeit seien sowohl die Bürger der Diemelstadt, als auch die Geflüchteten, einbezogen worden. So wurden 2015 und 2017 jeweils Treffen unter dem Motto Zukunftswerkstatt mit Arbeitsgruppen, Workshops und Infoständen für alle Interessierten ausgerichtet. Das Angebot an Projekten und Maßnahmen zur Integration sei für eine Kommune dieser Größenordnung breit und decke verschiedene Lebensbereiche ab.

Wie geht es weiter mit der Integration von Flüchtlingen?

Es basiere auf einer umfänglichen und gut funktionierenden Kooperation verschiedener städtischer Ämter, der evangelischen Kirche, der Politik, der Kreisverwaltung, den Sportvereinen und ehrenamtlichen Helfern.

„Wir sind sehr stolz, dass alle Beteiligten, von unserer Flüchtlingskoordinatorin, bis zu den zahlreichen Ehrenamtlichen, der Kirchengemeinde, und den Verwaltungsmitarbeitern gezeigt haben, dass Diemelstadt ein sozialer Ort ist. Wir haben auch für die Zukunft noch viele Ideen, die wir unter Beteiligung unserer aktiven Bürger umsetzen wollen. Jetzt freuen wir uns jedoch erst einmal über die zusätzlichen 25.000 Euro und die große Wertschätzung die unserer Arbeit auf Bundesebene von einer hochrangigen Jury entgegengebracht wurde.“, so Bürgermeister Elmar Schröder nach der Rückkehr von Berlin. (r)

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