Modellkommunen ziehen Bilanz

Diemelstadt nutzt Integration als Chance für Dörfer 

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Bilanz der Modellkommunen: Der Chef der hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer (rechts), Projektleiterin Daniela Scholz und Bürgermeister Elmar Schröder (links) bei der Übergabe des Abschlussberichtes

Wiesbaden/Diemelstadt. Mit einer Abschlussveranstaltung aller beteiligten sieben hessischen Kommunen ist das Modellvorhaben der Hessischen Staatskanzlei zur „Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum“ zu Ende gegangen.

Mit dabei war auch die Stadt Diemelstadt, die mit einer „Zukunftswerkstatt 2.0“. Bei dieser Gelegenheit haben interessierte Bürger ein Leitbild erarbeitet, wie mit Zuwanderung dem demografischen Wandel begegnet werden kann.

Im Mittelpunkt der mit insgesamt 300 000 Euro dotierten Initiative stand die Förderung kleiner, ländlicher Kommunen, die in der Zuwanderung eine Chance sehen, den Folgen des demografischen Wandels zu begegnen.

Was haben die Modellkommunen geschaffen?

„Ob mit Patenschaften, Sprach- und Bildungskursen oder einem eigenen Gründungszentrum wurden die Flüchtlinge in die dörfliche Gemeinschaft integriert“, stellte der Chef der Hessischen Staatskanzlei, Staatsminister Axel Wintermeyer fest. Die Projekte stünden beispielhaft für die Idee, dem demografischen Wandel mit der Integration von Zuwanderern zu begegnen. Von diesem Modellvorhaben profitierten viele: die Gemeinden, die Ortsgemeinschaften und die Flüchtlinge mit Bleibeperspektive.

Bei der Abschlussveranstaltung präsentierten die Modellkommunen ihre Arbeit auf einem sogenannten Ideen-Marktplatz. Zudem zogen die Bürgermeister der sieben ausgewählten Modellkommunen Bilanz.

„Viele ländliche Regionen haben mit einem Rückgang der Einwohnerzahlen zu kämpfen. Flüchtlinge mit dauerhaftem Bleiberecht können durchaus einen Beitrag leisten, um die daraus resultierenden Probleme wie leerstehenden Wohnraum, die Schließung von Schulen oder die Verschlechterung des öffentlichen Personennahverkehrs, abzumildern.

So hat die Diemelstadt profitiert

Abschließend stellte Diemelstadts Bürgermeister Elmar Schröder fest: „Diemelstadt hat als sozialer Ort offen und positiv die Herausforderung bewältigt, im Jahr 2015 kurzfristig Flüchtlinge im Umfang von drei Prozent der Bevölkerung aufzunehmen. Mit den Erfahrungen aus dem Modellprojekt ist es uns in Diemelstadt gelungen, integrationswilligen Flüchtlingen optimale Bedingungen zu bieten, um ein eigenverantwortliches Leben führen zu können. Arbeit ist bei uns genug in der Industrie und im Handwerk vorhanden.“, so Bürgermeister Elmar Schröder (r)

Die Abschlussdokumentation kann im Internet unter https://staatskanzlei.hessen.de/initiativen/demografie/integration-von-fluechtlingen-im-laendlichen-raum abgerufen werden.

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