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Diemelstadt organisiert Sach- und Geldspenden

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Von: Elmar Schulten

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Die beiden Geschäftsführer der Firma hewe-Fensterbau unterstützen die Ukraine-Hilfe, die von Stadt und Kirchengemeinde organisiert wird, mit einer Spende von 10.000 Euro. Von links: Bürgermeister Elmar Schröder, Heinz-Michael Wetekam, Pfarrerin Claudia Engler, Wolfgang Wetekam und Erster Stadtrat Dieter Oderwald.
Die beiden Geschäftsführer der Firma hewe-Fensterbau unterstützen die Ukraine-Hilfe, die von Stadt und Kirchengemeinde organisiert wird, mit einer Spende von 10.000 Euro. Von links: Bürgermeister Elmar Schröder, Heinz-Michael Wetekam, Pfarrerin Claudia Engler, Wolfgang Wetekam und Erster Stadtrat Dieter Oderwald. © Elmar Schulten

Die Firma hewe-Fensterbau unterstützt die gemeinsamen Bemühungen von Kirchengemeinde und Stadtverwaltung für die Opfer des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine mit 10.000 Euro.

Diemelstadt - Das Geld geht an die Kirchengemeinde, die damit konkret nachgefragte Lebensmittel zukauft oder Hilfstransporte bezuschusst. Die von der Höhe der Spende sichtlich überraschte Pfarrerin Claudia Engler schilderte, wie intensiv sich Dutzende freiwillige Helfer aus der ganzen Diemelstadt schon seit Beginn des Krieges um die Organisation privater Hilfen bemüht.

Die Stadtverwaltung hat dazu die Stadthalle in Rhoden zur Verfügung gestellt, wo Lebensmittel, Matratzen und weitere Hilfsgüter wie Hygieneartikel und Babynahrung angeliefert und systematisch neu verpackt und auf ukrainische beschriftet werden. Dazu haben die Kartonage-Firmen PVG und Smurfit-Kappa Kartons zur Verfügung gestellt, die improvisierten Packstraßen in der Stadthalle Rhoden versandfertig gemacht werden.

Schnelle Hilfe organisieren, die auch ankommt

Erste Transporte seien auf Vermittlung des in Wethen wohnenden ukrainischen Unternehmers Wilhelm Nasaruk und seiner Baptisten-Gemeinde auf den Weg an die ukrainische Grenze geschickt worden. Dort würden sie auf kleinere Fahrzeuge ukrainischer Hilfsorganisationen verladen und weiterverteilt.

In der Stadthalle Rhoden werden Hilfsgüter bedarfsgerecht neu verpackt und versandfertig gemacht.
Ukraine-Hilfe in Diemelstadt: In der Stadthalle werden Hilfsgüter bedarfsgerecht neu verpackt und versandfertig gemacht. © Daniela Scholz

Diese direkte Hilfe, die auch vor Ort ankomme, wollten sie gerne unterstützen, bekräftigten die beiden hewe-Geschäftsführer Wolfgang und Heinz-Michael Wetekam. Auch in ihrer Familie gebe es Geschichten von der Vertreibung aus Schlesien. Deshalb könne man sich gut in die Lage der heutigen Kriegsflüchtlinge hineinversetzen. „Wir hatten das Glück, in Frieden und Freiheit aufzuwachsen, und wollen nun helfen.“ Jeder müsse sich selber fragen: „Was ist uns die Freiheit wert?“

Diemelstadt hat Erfahrung

Pfarrerin Claudia Engler und Bürgermeister Elmar Schröder verwiesen in diesem Zusammenhang auf die große Welle der Hilfsbereitschaft, die viele Dutzend Diemelstädter erfasst habe.

In der Stadthalle sind Hilfsgüter auf Tischen gestapelt. Daneben liegen leere Kartons, die als nächstes aufgefülllt werden.
Ukraine-Hilfe in Diemelstadt: In der Stadthalle werden Hilfsgüter bedarfsgerecht neu verpackt und versandfertig gemacht. © Daniela Scholz

„Wir haben schon sehr funk­ti­ons­tüch­ti­ge Struk­tu­ren mit Hel­fer­teams, Kir­che, Feu­er­wehr, den städ­ti­schen Ein­rich­tun­gen, die wir 2015 bis 2017 auf­ge­baut hat­ten und die wir nun wie­der ak­ti­vie­ren kön­nen. Alle Hilfswilligen können sich gerne bei uns melden. Über die Familien in Wethen mit ukrainischen Wurzel und Kontakten auch in den Warburger Bereich können wir aktuelle Informationen zum Kriegsgeschehen und die bestmöglichen Wege der Unterstützung erhalten.

Hilfsbereitschaft ist riesengroß

Bereits am Montag, 14. März, treffe sich das Diemelstädter „Hilfsteam für die Ukraine“ um 18 Uhr in der Stadthalle Rhoden wieder, um die aktuelle Situation neu zu beurteilen und weitere Schritte zu planen.

Bürgermeister Elmar Schröder: „Im Rahmen der großen weltweiten Solidarität und den gemeinsamen Kampf gegen die Kriegstreiberei wollen wir unseren Anteil beitragen nach dem Motto: Wir tun das, was wir tun können. Die Hilfsbereitschaft ist riesengroß und es geht um nicht weniger als um unsere Zukunft in einem freien, friedlichen und demokratischen Europa ohne Krieg.“

Sprachkenntnisse willkommen

Auf dem regionalen Informationskanal von Crossiety und im Pfarramt Rhoden würden Sachspenden koordiniert. Was derzeit nicht für den Versand in die Ukraine benötigt werde, das werde in den Räumen der „Schatztruhe“ im Gemeinschaftshaus für die Neuankömmlinge in der Stadt gesammelt.

Wer ukrai­nisch oder rus­sisch spricht und Ge­flüch­te­te und die auf­neh­men­den Fa­mi­li­en un­ter­stüt­zen möch­te, melde sich bitte bei der Stadt Die­mel­stadt, Da­nie­la Scholz, Te­le­fon: 05694/9798-16, oder per E-Mail: scholz@​diemelstadt.​de

Weitere Geldspenden willkommen

Geldspenden seien auf dem Konto der Kirchengemeinde Diemelstadt willkommen. Als Verwendungszweck sollte „Ukraine Hilfe KG Diemelstadt“ vermerkt werden. Spendenbescheinigungen könnten ausgestellt werden. IBAN: DE31 5206 0410 0001 1001 06  (Elmar Schulten)

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