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Diemelstadt setzt Zeichen für vereintes Europa

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Von: Elmar Schulten

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Gruppenbild bei einem Empfang im Rathaus von Izon. In der Mitte der ehrenamtliche Bürgermeister mit Schärpe.
Eine Delegation aus Diemelstadt war zur Anbahnung einer Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Izon zu Gast an der Atlantikküste in der Nähe von Bordeaux. © Privat

Einstimmig bei zwei Enthaltungen hat das Stadtparlament am Donnerstagabend beschlossen, eine Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Izon einzugehen. Die Partnerschaftsbeziehungen sollen von einem noch zu gründenden Verein gepflegt werden.

Diemelstadt – Bereits vor zwei Jahren hat der CDU-Stadtverordnete und Französischlehrer Oliver Klaus begonnen, Möglichkeiten eine Städtepartnerschaft mit der Kleinstadt an der Atlantikküste in der Region Aquitaine, Partnerregion des Bundeslandes Hessen, zu begründen. In der Stadt Izon, malerisch gelegen in der Weinbauregion Bordeaux und St. Emilion, hat sich bereits ein Partnerschaftskomitee gegründet.

Nach dem jüngsten Besuch einer Delegation aus Diemelstadt in Izon hat der dortige ehrenamtliche Bürgermeister eine Videobotschaft für seinen Diemelstädter Amtskollegen verfasst, die auch während der Sitzung des Stadtparlamentes gezeigt wurde.

Zustimmung oder lange Diskussion

Außerdem berichtete Manuel Parreira von den Eindrücken der jüngsten Reise. Parreira ist Portugiese, aufgewachsen in Frankreich, seit vielen Jahren engagierter Mitbürger in Diemelstadt und mit diesen Lebensstationen überzeugter Europäer Ebenso wie der Stadtverordnete Oliver Klaus warb er dafür, die deutsch-französische Freundschaft als Kernstück der europäischen Einigung durch eine Städtepartnerschaft zu stärken.

Über diesen Vorschlag gab es im Stadtparlament keine weitere Diskussion, sondern sogleich ein einstimmiges Votum. Ausführlich diskutiert worden war das Thema vor einer Woche im Haupt- und Finanzausschuss, wo es vor allem darum ging, wer sich künftig um das Gedeihen der Partnerschaft kümmern solle. Es könne schließlich nicht sein, dass diese Aufgabe der Stadtverwaltung aufgebürdet werde. Diese Frage ist nun geklärt, wie Antragsteller Oliver Klaus feststellte: „Es wird ein Verein gegründet.“  (Elmar Schulten)

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