Klimaschutz als lokales Thema erkennen

Diemelstädter Grüne wollen nach 20 Jahren Pause wieder ins Stadtparlament

Der Blick aus der Vogelperspektive zeigt neun Männer und Frauen, von denen vier zwei Fahnen der Grünen halten.
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Nach 20 Jahren wieder dabei: Sie kandidieren für die Grünen bei der Kommunalwahl in Diemelstadt.

„Klimaschutz ist eine Herausforderung, die uns alle betrifft“, sagen die Kandidaten der Grünen für das Diemelstädter Stadtparlament. Nach 20 Jahren treten in Diemelstadt wieder Grüne zur Kommunalwahl an.

Wetterextreme und Trockenheit, Artensterben, Wasser,- Boden- und Luftverschmutzung zeigten, dass es höchste Zeit sei, wirksam umzusteuern. Alle seien aufgefordert, die Lebensgrundlage für die heutigen Kinder und Enkel lebenswert und zukunftsfähig zu erhalten.

Auf dieser Grundlage hat der Stadtverband der Grünen in Diemelstadt ein Wahlprogramm erarbeitet. Die Grünen sind überzeugt, dass Klima- und Naturschutz sowie eine naturverträgliche Landwirtschaft eine große Chance für eine langfristig positive Entwicklung der Diemelstadt und kein Gegensatz zu anderen kommunalpolitischen Zielen sind. Die Schwerpunkte des Grünen-Programms liegen deshalb in den Bereichen Klimaschutz, Landschafts- und Naturschutz sowie einer nachhaltigen Mobilität.

Radwege besser ausschildern

Es wird angeregt, das bestehende städtische Klimaschutzkonzept zu aktualisieren und durch einen konkreten Aktionsplan zu ergänzen, der sicherstellt, dass das gesetzte Ziel, die Stadt bis 2030 zu 100 Prozent mit Energie aus regenerativen Quellen zu versorgen, erreicht wird.

Im Bereich Naturschutz soll ein Konzept als Grundlage für zukünftiges Handeln entwickelt werden. Dabei werden unter anderem die Förderung von Blühflächen, die Vernetzung von Biotopen und Maßnahmen zum Gewässerschutz genannt. Im Rahmen der Umweltbildung sollen praktische Projekte von Kindergärten, Schulen, Vereinen oder auch Privatpersonen durch Einführung eines Umweltpreises gefördert werden.

Die Diemelstadt sei mit dem Rad- und Fußverkehrskonzept bereits gut aufgestellt. Die darin beschriebenen Vorhaben sollten konsequent umgesetzt werden. Hierzu gehörten sichere und befestigte Rad- und Fußwege zwischen den Ortsteilen, eine einheitliche Beschilderung und die Schaffung von sicheren Abstellplätzen sowie Lade- und Rastmöglichkeiten. Die Grünen wollen sich für regelmäßige Bus- und AST-Verbindungen zur Stadtmitte und zu den umliegenden Bahnhöfen einsetzen.

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