12. Auflage: 5000 Spieler aus 30 Nationen dabei

Drachenfest in Rhoden: In dieser Welt regiert die Fantasie 

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Diemelstadt-Rhoden. Im zwölften Sommer in Folge hat sich das Hochplateau auf dem Rhoder Hausberg, dem Quast, in ein großes Spielfeld für Freunde von Fantasy-Romanen und Fantasy-Spielen verwandelt.

Willkommen in der Welt der Elfen und Orks: Hier ist alles echt: die Zelte, die Gewänder, die Drachen - nur die Waffen nicht. Die sind aus Kunststoff, können keiner Fliege etwas zu Leide tun. 

Dennoch haben die Veranstalter des mit 5000 Teilnehmern zweitgrößten Fantasy-Spiels in Deutschland vorgesorgt und einen Rettungszug des Malteser-Hilfsdienstes aus Bornheim im Rhein-Sieg-Kreis angeheuert, auf dem Quast Bereitschaft zu schieben. 

Drachenfest ohne Gewitter, gibt's das?

Und die Malteser haben immer etwas zu tun: Ein verstauchter Fuß hier, ein Wespenstich da und angesichts der Hitze auch das eine oder andere Kreislaufproblem. 

Immerhin: bisher sind die Spielteilnehmer noch nicht im Matsch versunken. In den Vorjahren gab es regelmäßig heftige Gewitterschauern über dem Quast. Am Ende mussten auch die Landwirte der Umgebung helfen, die vielen hundert parkenden Autos zwischen Rhoden und Wethen wieder freizuschleppen. 

Wie sind die Spielregeln beim Drachenfest?

Am 12. Drachenfest in Rhoden nehmen 5000 Spieler aus 30 Nationen teil.

So konzentrieren sich aktuell noch alle Spielteilnehmer auf ihre nächsten Spielzüge. Gewinnen kann man beim Drachenfest auf vielfältige Weise. Die kriegerischen Truppen versuchen, die Banner der Nachbarn zu erobern und so Punkte und Dracheneier zu sammeln. Die Lager sind nach Farben geordnet und scharen sich jeweils um einen Avatar. 

Nur Lager, die mit ihrem Lagerbanner in die Endschlacht am Samstagnachmittag ziehen, können die Endschlacht und das Drachenfest gewinnen. Am Ende entscheiden die meisten Dracheneier über Sieg oder Niederlage bei so genannten Endritual im Ritualkreis. 

Geht es bei diesem Rollenspiel nur kriegerisch zu?

Das Regelwerk ist sehr umfangreich und umfasst mehrere dicht beschriebenen Seiten im Teilnehmerheft, das allerdings niemand mit sich herumträgt. Die wichtigsten Regeln hat jeder verinnerlicht. 

Außerdem gibt es ja auch noch die Schiedsrichter. Wem die ständigen Belagerungen und Schlachten zu kriegerisch sind, der kann in der Fantasy-Stadt Aldradach in seine ganz private Fantasie-Welt eintreten und eigene Spielaufgaben lösen. 

In dieser Welt gibt es Schulen, Massage-Salons, Badehäuser, Restaurants, die Taverne "Zum durstigen Dolch", ein Casino und viele verrückte Dinge mehr. Hier kann sich der modebewusste Fantasy-Spieler komplett neu einkleiden, neue Waffen kaufen oder andere Ausrüstungsgegenstände komplettieren. Bezahlt wird in einer eigenen Spiel-Währung oder ganz schnöde in Euro. 

Welche Sprachen werden auf dem Rhoder Quast gesprochen?

Handys sind in Aldradach zwar nicht gerne gesehen. Dennoch gibt es Ladestationen, die es den Spielteilnehmern ermöglichen, mit der Welt da draußen Kontakt aufzunehmen. Schließlich sind die 5000 Spieler aus 30 verschiedenen Ländern angereist und haben den Daheimgebliebenen eine Menge zu erzählen. 

Die meisten kommen aus Europa: Spanier, Franzosen, Holländer und Briten. Sie alle fühlen sich wohl auf dem Quast. Es sind aber auch Amerikaner, Australier und Japaner dabei. Im Zweifel verständigt man sich auf Englisch. Und die Orks haben sowieso ihr eigenes Kauderwelsch.

Mehr Informationen beim Veranstalter Wyvern.de und auf der Überblick-Seite des Drachenfestes in Rhoden .

Bildergalerie vom Drachenfest auf dem Rhoder Quast

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