Dorfmoderation erfolgreich abgeschlossen - Jetzt kommt die Umsetzungsphase

Die ersten Anregungen der Diemelstädter Bürger werden jetzt umgesetzt

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So soll es sein: Rathauspolitik für die Bürger. Das Foto entstand im vergangenen Jahr beim Einstieg in die so genannte Dorfmoderation in Diemelstadt: Der vom Magistrat beauftragte Moderator Jürgen Rönsch (links) und Bürgermeister Elmar Schröder (rechts) rufen die Bürger zum Mitmachen auf.  

Diemelstadt. In die Stadtentwicklung ist mit der Zukunftswerkstatt und der Reihe der Dorfmoderation richtig Schwung hineingekommen. Das machte Bürgermeister Elmar Schröder bei seinem Abschlussbericht im Stadtparlament deutlich.

Im vergangenen Oktober waren der Rathauschef und ein vom Magistrat beauftragter Moderator zu Dorfgesprächen in allen Diemelstädter Stadtteilen unterwegs, um Ideen für die künftige Dorfentwicklung zu sammeln.

Die Resonanz sei durchweg positiv, die Säle gut gefüllt gewesen. Dennoch müsse er feststellen, dass nur rund fünf Prozent der Bevölkerung das Gesprächsangebot wahrgenommen habe. Die Sorgen und Anregungen reichten von der ärztlichen Versorgung über schnelles Internet bis hin zum Bau von Radwegen und zum Aufbau einer Dorf-App fürs Smartphone.

Besonders gut vorbereitet seien die Schüler der Schlossbergschule bei der eigens für sie angesetzten Gesprächsrunde gewesen. Die Jugendlichen hätten aus ihrer Sicht teilweise ganz andere Wünsche formuliert als die Erwachsenen.

Alle Ideen seien dann bei einem Wochenend-Workshop in der evangelischen Akademie in Hofgeismar ausgewertet worden. Am 23. und 24. März sollen bei einem weiteren Treffen in Hofgeismar die ersten Nägel mit Köpfen gemacht werden: Hier soll die bei den Dorfmoderationen angeregte Bürger-App mit Informations-Inhalten gefüllt werden. Zu diesem kreativen Arbeitswochenende sollen aus allen Dörfern jeweils drei Vertreter teilnehmen, außerdem jeweils fünf Stadtverordnete aus jeder Fraktion.

Die bei der Dorfmoderation gewonnenen Erkenntnisse können auf vielfältige Weise genutzt werden und in die konkrete Kommunalpolitik einfließen, wie Bürgermeister Elmar Schröder im Stadtparlament deutlich machte. Im laufenden Förderprogramm Leader habe die Diemelstadt bislang nur wenige Anträge gestellt. Das könne sich nun ändern, wenn man auf die Ideen und Anregungen der Bürger zurückgreife.

Als mögliche Leader-Projekte benannte Schröder die Aufwertung der Wohnmobilstellplätze am Steinbergbad in Wrexen, den Bau eines multifunktionalen Spielplatzes für jugendliche in Rhoden und die die Einrichtung eines zentralen Stuhllagers, aus dem die Hallen und Dorfgemeinschaftshäuser bei Bedarf bestückt werden könnten.

Eine weitere Chance liege beim konzeptionell veränderten Förderprogramm Dorferneuerung: Im kommenden Jahr bestehe wieder die Möglichkeit, mehrere Dörfer aus dem Stadtgebiet für das Programm anzumelden. Neuerdings könnten auch solche Dörfer wieder mitmachen, die bereits bei der Dorferneuerung alten Stils dabei waren. Dann könnten auch noch mehr Ideen aus der Dorfmoderation zeitnah umgesetzt werden.

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