Fusionsgottesdienst in Helmighausen mit Bischof Dr. Martin Hein

Evangelische Gemeinden in Diemelstadt sind jetzt eine

Mit einem Festgottesdienst   wurde die Verschmelzung  zur Gesamtgemeinde Diemelstadt gefeiert. Unser Bild zeigt Bischof Dr. Martin Hein (hinten,  Mitte) mit den beiden Pfarrerinnen  Claudia Engler (4. von links) und Elke Carl (hintere Reihe, rechts),  Pfarrer Christian Rehkate (hinten, links), Dekanin Eva Brinke-Kriebel (2. von links), der ehemaligen Gemeindemitarbeiterin Christina Beyerlein (5. von links) und der neuen Assistentin Susanne Handschuh sowie den  estnischen Pfarrern Peeter Kaldur aus Jöhvi (links) und Kristjan Luhamets (Tartu). Foto: Armin Haß

Helmighausen – Mit einem Festgottesdienst wurde die Verschmelzung der vier Kirchengemeinden Rotes Land, Rhoden, Wrexen und Wethen im Raum Diemelstadt zur Evangelischen Gesamtgemeinde Diemelstadt gefeiert.

Die Fusion der Gemeinden, die aufgrund des starken Rückgangs der Zahl der Gemeindeglieder mit der Bildung des Gesamtverbands Diemelstadt 2006 mit damals noch drei Pfarrern schon eingeleitet wurde, ist zum 1. Januar 2019 offiziell vollzogen worden (wir berichteten)

Beschwerlicher Weg

Es sei ein langer und beschwerlicher Weg mit der Reduzierung von Pfarrstellen und Abschieden gewesen, räumte Bischof Dr. Martin Hein ein, der selbst in wenigen Wochen aus dem Dienst ausscheidet: „Wir werden weniger, sind aber stark genug, um den Wandel bewusst zu gestalten.“

Fusionsgottesdienst Helmighausen: Vor der Kirche ist das Gemeindehaus zu sehen, das saniert wurde.

Dies gelinge, ohne die Nähe zum Menschen zu verlieren. Die Suche nach einer geordneten Struktur habe auch einen geistlichen Charakter, sagte der Bischof.  Dies sei nicht fromme Zutat, sondern entscheidend für das Zusammenleben in der Kirche.

Horizont weiten

Indem die Gemeinden sich gemeinsam auf den Weg machten, wüchsen sie zusammen. Dabei könne auch der Horizont erweitert werden.

Die Kirche zu Kohlgrund. Foto: Armin Haß

Den Gottesdienst in der vollbesetzten Kirche wurde von der Kirchenband um Pfarrerin Elke Carl aus Wrexen und den Posaunenchor Helmighausen sowie ein Szenenspiel ´mit der Jugendarbeiterin Petra Ullrich mitgestaltet. 

Predigtauftrag für Pfarrer Rehkate

Die Kirche zu Hesperinghausen. Foto: Armin Haß

Pfarrer Christian Rehkate, Vorsitzender des Zweckverbands der Evangelischen Kindertagesstätten Nordwaldeck, stellte sich der Gemeinde als neuer Kollege vor: Er hat nun auf eigenen Antrag einen Predigtauftrag für Diemelstadt. Die zwischenzeitlich als Mitarbeiterin im Gemeindebüro tätige Christina Beyerlein wurde nach knapp einem Jahr verabschiedet, sie bleibt als Küsterin weiter mit Rhoden verbunden.

Blick über Altstadt von Rhoden mit Kirche. Foto: Armin Haß

Susanne Handschuh wurde als Assistentin vorgestellt, die auch im Kooperationsraum für Diemelstadt, Volkmarsen und Schmillinghausen-Külte eingestellt wurde..

Pfarrerin Claudia Engler stimmte die Gemeindeglieder auf die Kirchenvorstandswahl am 22. September ein, bei der 39 Mitglieder zu wählen sind. Auf das ehrenamtliche Element in den verschiedenen Orten bauen die Pfarrerinnen auch nach der Fusion zu einer Gemeinde sehr.

Musizierende Schüler der Grundschule Wrexen. Im Hintergrund die Kirche. Foto: Armin Haß

Mit dem Fusionsgottesdienst in Helmighausen war ein Empfang im sanierten Gemeindehaus verbunden. Küche, Jugendraum, sanitäre Anlagen und Anstrich waren nach einem Wasserschaden erneuert worden, wie Pfarrerin Claudia Engler berichtetet. Sie dankte Spendern, Stadt und Landeskirche für die Unterstützung sowie Gemeindegliedern für die Eigenleistung.

Die Kirche zu Wethen. Foto: Sandra Simshäuser

 Im vollbesetzten Gemeindesaal nutzte der frühere Pfarrer in Helmighausen, Werner Wendel, die Gelegenheit zu einem launigen Rückblick auf seine 1973 begonnene Dienstzeit. 

Zu Gast war auch die letzte Pfarrerin des ehemaligen Kirchspiels, Silke Kohlwes. Weit gereiste Besucher waren Pfarrer aus Estland. Die Evangelische Landeskirche Kurhessen-Waldeck ist partnerschaftlich verbunden mit der Estnisch Evangelisch-Lutherischen Kirche. Aus Tartu war zu Gast Pfarrer Kristjan Luhamets, aus Jõhvi Peeter Kaldur. 

Pfarrer Bernhard von Haller bei der der Konfirmation 1930 in Arolsen. Foto: privat

Nach einem Besuch aus dem Kirchenkreis Twiste-Eisenberg vor eineinhalb Jahren und der Reise einer Delegation der Landeskirche Mitte Mai sind nun die Esten bis zum heutigen Dienstag in unserer Region unterwegs. Der Baltendeutsche Bernhard von Haller war von 1906 bis 1951 Pfarrer und zuletzt Probst in Arolsen. Nach ihm ist das evangelische Gemeindehaus am Kirchplatz benannt worden.

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