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Fete bringt neue Impulse für Partnerschaft Izon-Diemelstadt

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Von: Armin Haß

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In das Geburtstagsständchen für einen Teilnehmer der Partnerschaftsfeier in Ammenhausen stimmte auch die Gruppe aus der südfranzösischen Gemeinde Izon ein. Im Hintergrund Oliver Klaus mit dem Posaunenchor Rhoden.
In das Geburtstagsständchen für einen Teilnehmer der Partnerschaftsfeier in Ammenhausen stimmte auch die Gruppe aus der südfranzösischen Gemeinde Izon ein. Im Hintergrund Oliver Klaus mit dem Posaunenchor Rhoden. © Armin Haß

Bei Alt Waldecker Dunkel, Bio-Rotwein aus Izon und Waldecker Wasser aus Volkmarsen wurden die in dieser Woche besiegelten Kontakte zwischen den Vertretern der südfranzösischen Gemeinde bei Bordeaux und Diemelstädtern vertieft.

Diemelstadt-Ammenhausen – Die Städtepartnerschaft wurde im April in Izon nahe der Atlantikküste mit der Unterschrift des Bürgermeisters Laurent de Launay besiegelt und am Montag (wie berichtet) durch die Signatur des Diemelstädter Kollegen Elmar Schröder unter der Charta der Partnerschaft, französisch: Jumelage, bekräftigt.

Mit Leben erfüllen

Sowohl der heimische Bürgermeister als auch der Präsident des Partnerschaftskomitees Izon, André Veyssière, und sein allgemein für die Beziehungen zu Deutschland zuständiger Co-Präsident Gilles Pruvost betonten, dass die Partnerschaft nur durch die Jugend, durch Kontakte zwischen Privatleuten und Vereinen belebt werden könne.

Die vom Diemelstädter Partnerschaftsverein organisierte Fete im DGH Ammenhausen mit Bürgern und Vereinsvertretern aus der nordwaldeckischen Gemeinde gab dazu einen weiteren Impuls. Komitee-Vorsitzender und Ideengeber Oliver Klaus brachte mit dem klangvoluminösen Posaunenchor ebenso Stimmung in die Gesellschaft wie der Shantychor aus Hesperinghausen. Die Sechs aus Izon stimmten denn auch mit französischem Text in eine kleine musikalische Gratulationscour für einen Teilnehmer des Abends ein.

Das sind Gelegenheiten

„Es kommt nicht unbedingt darauf an, dass die Menschen, wenn sie zu uns kommen, französisch sprechen“, machte Gilles Provust in fließendem Deutsch möglichen Zauderern Mut. Ihm ist es ein Anliegen, dass sich Menschen aus der Region auf den Weg nach Izon in Hessens Partnerregion Nouvelle Aquitaine machten.

Ob beim Fußballmatch oder beim Musizieren, die Partnerschaft könne auf vielfältige Weise gefördert werden. Schließlich sei es wichtig, die jeweils andere Kultur kennenzulernen. Eigene Erfahrungen machten auch Komitee-Mitglieder aus Izon, die Deutschland noch gar nicht besuchten und allein über unterschiedlichen Essgewohnheiten staunten.

Darum hat es länger gedauert

Mit einem deftigen Buffet des Helmighäuser Andreas Volke und deutsch-französischen Getränken gab es die Gelegenheit, gemeinsam erste Kontakte aufzunehmen, ob in französischer Sprache oder mit Übersetzer-App. Die Kommunikationsmöglichkeiten sind vielfältig, die Ohren und Augen müssen nur offen sein.

Der Shantychor aus Hesperinghausen begeisterte auch die Gäste aus der französischen Partnergemeinde Izon.
Der Shantychor aus Hesperinghausen begeisterte auch die Gäste aus der französischen Partnergemeinde Izon. © Armin Haß

„Wir wären schon viel weiter, wegen des verdammten Covid 19 ging es nicht schneller“, erklärte Pruvost die Verzögerungen nach den ersten konkreten Vereinbarungen vor drei Jahren. Lockdowns und Kontaktbeschränkungen sind nun Vergangenheit. Ideen und Projekte sind nun willkommen, wie Gilles Pruvost betonte. „Wir hoffen auf noch mehr Begegnungen“, bekräftigte Oliver Klaus.

Attraktiv für Touristen

Gestern traten die Komitee-Mitglieder nach erlebnisreichen Tagen in der Region und vielen Impressionen mit einem Gemeindebus die Rückreise in die Heimat an, die mit derzeit 27 Grad selbst den milden Waldecker Oktober toppt. Der Herbst im Süden des Nachbarlandes lockt nicht ohne Grund noch Touristen an. ( Armin Haß )

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