Neues Tragkraftspitzenfahrzeug in Betrieb genommen

Für künftige Einsätze in Helmighausen gut gerüstet

Sechs Männer vor einem fabrikneuen Feuerwehrfahrzeug.
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Die Feuerwehr Helmighausen freut sich über das neue Tragkraftspritzenfahrzeug. Mit Wehrführer Michael Schröder (links) freuen sich Gordon Kalhöfer vom Kreisfeuerwehrverband, Bürgermeister Elmar Schröder, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jörn Ständecke, Oliver Köcher und der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese.

Leuchtend rot-gelb abgesetzt, fällt das neue Fahrzeug der Feuerwehr Helmighausen Autofahrern schon von Weitem ins Auge. Das neue Gefährt ersetzt den 27 Jahre alten Vorgänger und wurde am Gerätehaus gebührend eingeweiht.

Diemelstadt-Helmighausen - „Wir sind eine kleine Wehr, haben aber einen hohen Anspruch an uns“, bekräftigte Wehrführer Michael Schröder vor zahlreichen Feuerwehrkameraden und interessierten Helmighäusern.

Diese erlebten vergangene Woche bereits die ersten Einsätze des Gefährts mit Platz für sechs Kameraden, nachdem der Starkregen Ligges Hof und drei Keller überschwemmt hatte.

Fahrzeug individuell konfiguriert

Alle Einbauten des neuen Tragkraftspitzenfahrzeugs hat die Feuerwehr Helmighausen mit ihren dreißig aktiven Kameraden individuell geplant. So ist das Fahrzeug neben einem 900-Liter-Löschwassertank mit der neuesten Technik bestückt, die den Anforderungen im Katastrophenschutzzug des Kreises entsprechen.

Zu den Utensilien zählen etwa eine ausfahrbare Beleuchtung, eine Wärmebildkamera und ein Spineboard, um Verletzte schonend transportieren zu können. Auf exakt 62.454 Euro bezifferte Bürgermeister Elmar Schröder die Kosten, die die Stadt für den Aufbau der Hersteller Logiroll aufgebracht hat. Das Fahrgestell wurde aus Mitteln der Landesbeschaffung finanziert.

Fahrzeug für die ganze Dorfgemeinschaft

Bei der Feier am Gerätehaus, zu der Vorsitzender Oliver Köcher begrüßte, kam wiederholt die Flutkatastrophe im Westen Deutschlands zur Sprache. „Wer die Fernsehbilder der vergangenen Tage gesehen hat, der weiß, wie wichtig eine funktionierende Feuerwehr ist“, gab Elmar Schröder zu bedenken.

In diesem Sinne beglückwünschte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese nicht nur die Feuerwehr, sondern darüber hinaus alle Helmighäuser: „Für sie ist das Auto da“. Auch Ortsvorsteher Benjamin Sauter, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Jörn Ständecke sowie eine Abordnung der Diemelstädter Wehren gratulierten.

Gedenken an tote Feuerwehrkameraden

Als Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands erlebte Gordon Kalhöfer die Übergabe „mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, Letzteres beim Gedanken an zwei Kameraden, die im märkischen Kreis beim Hochwassereinsatz ums Leben kamen. Der Erlös aus dem Essen- und Getränkeverkauf am Gerätehaus soll der Flutopferhilfe zugutekommen.

Für die Diemelstädter Wehren stehen indes noch weitere Beschaffungen an. Neue Fahrzeuge wurden in Hesperinghausen und Rhoden bereits ohne Publikum übergeben. Wie Bürgermeister Schröder erklärte, gehe es in den kommenden drei Jahren um sieben neue Fahrzeuge und drei neue Feuerwehrhäuser. Das Investitionsvolumen liege bei neun Millionen Euro, so Schröder: „Es gibt noch viel zu tun.“ (Sandra Simshäuser)

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