Kritik an Massentierhaltung und Sorge um Umweltschäden

SPD gegen Hähnchenmaststall bei Wethen

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SPD Diemelstadt lent bei Klausur Bau eines Hähnchenmaststalls bei Wethen ab. Foto: privat

Diemelstadt – Die SPD-Diemelstadt lehnt den Bau eines Hähnchenmaststalls zwischen Wethen und Rhoden ab. Bei einer Klausurtagung beschäftigte sich die SPD mit aktuellen und zukünftigen Themen der Diemelstadt.

Die Genossen waren sich einig, dass sie den geplanten Geflügel-Mastbetrieb in Wethen nicht unterstützen würden. Die SPD-Mitglieder erklärten, dass sie „gegen Massentierhaltung in dieser Größe und die damit verbundenen Gesundheitsrisiken für die Tiere“ seien. Zudem sähen sie eine erhöhte Gefahr der Nitratbelastung durch die rund um Wethen genutzten Ackerflächen und würden ökologisch bedeutende Flächen auf dem Quast belastet.

Bauantrag wird geprüft

Die SPD stelle sich damit eindeutig auf die Seite des Ortsbeirates Wethen, der dieses Vorhaben auch ablehne. Da bei einer Größe von unter 30 000 Stück Geflügel andere Richtlinien gälten als darüber, habe die Stadt Diemelstadt leider keine Einflussmöglichkeit.

Die kommunalen Gremien dürften nur eine Stellungnahme an den Landkreis Waldeck-Frankenberg abgeben, wo derzeit der Bauantrag eines Landwirtes aus Rimbeck geprüft wird.

Das wird vom Verbraucher erwartet

Einig äußerten sich die Sozialdemokraten bei ihrer Zusammenkunft, dass den Landwirten nicht noch mehr Auflagen und Gesetze übergestülpt werden dürften. Rolf Römer, SPD-Stadtverordneter aus Wethen, sagte: „Auch das Verbraucherverhalten muss sich ändern. Muss es jeden Tag Fleisch sein?“   red

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