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Geldautomat mitten in Rhoden gesprengt - Drei Täter flüchteten in dunklem Audi

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Von: Elmar Schulten

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Nach einer Geldautomatensprengung untersuchen drei Polizeibeamte den Trümmerhaufen.
Der Geldautomat in der Filiale der Waldecker Bank in der Landstraße von Diemelstadt-Rhoden wurde in der Nacht zum Freitag, 18. März, gesprengt. Polizeibeamte untersuchen den Trümmerhaufen. © Elmar Schulten

Von einem lauten Knall wurden am frühen Freitagmorgen gegen 3.30 Uhr die Bewohner der Rhoder Altstadt aus dem Schlaf gerissen. Unbekannte Täter hatten den Geldautomaten der Waldecker Bank in der Landstraße gesprengt.

Diemelstadt-Rhoden – Die Automatensprenger konnten zunächst unerkannt entkommen, weil die Autobahnauffahrt zur A44 nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt liegt. Die Polizei löste eine Großfahndung auch im benachbarten Nordrhein-Westfalen aus, die bislang trotz Hubschraubereinsatzes ohne Erfolg blieb.

Wie die Polizei gegen 9 Uhr berichtet, haben Zeugen nach der Explosion mindestens drei Personen beobachtet, die in einen dunklen Audi stiegen und mit hoher Geschwindigkeit vom Tatort in Richtung Autobahn A 44 flüchteten..

Hoher Gebäudeschaden - Beute in unbekannter Höhe

Die in dem Gebäude wohnenden Personen konnten ihre Wohnungen teilweise schockiert, aber unverletzt verlassen. Durch die Explosion wurden der Vorraum der Bank sowie der Geldautomat erheblich beschädigt. Nach ersten vorsichtigen Schätzungen beläuft sich der Gesamtsachschaden auf etwa 50.000 Euro.

Bei der Tat erbeuteten die Täter Bargeld aus dem Automaten, die Höhe steht derzeit noch nicht fest. Einige, durch die Sprengung verstreute, Geldscheine blieben am Tatort zurück.

Ein Bild der Verwüstung

Die Feuerwehr wurde alarmiert, weil Anwohner Gasgeruch wahrgenommen hatten. Dabei handelte es sich aber wahrscheinlich nur um das Gas, das von den Bankräubern für die Sprengung verwendet worden war. So übernahm die Feuerwehr das Ausleuchten des Tatorts für die Ermittlungsarbeit der Polizei

Der Eingangsbereich zum Bankgebäude wurde durch die Explosion völlig verwüstet. Der Bereich, an dem der Geldautomat stand, wurde durch die Wucht aufgerissen. Zum Gehweg klafft ein großes Loch, durch das man die Elektronikbauteile des Automaten erkennt. Die Schiebetür aus Glas, die zum Foyer führt, ist zersplittert. Glasscherben liegen in einem weiten Umkreis auf der Fahrbahn verstreut.

Polizei bittet um weitere Zeugenhinweise

Am Tatort werden derzeit noch umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen durchgeführt, die durch den Erkennungsdienst der Polizeipräsidiums Nordhessen unterstützt werden. Auf welche Art und Weise die Täter die Explosion herbeiführten, ist nun ebenfalls Gegenstand der weiteren Ermittlungen der Kriminalpolizei Korbach.

Zeugen, die in der vergangenen Nacht verdächtige Wahrnehmungen in Diemelstadt-Rhoden gemacht haben oder sonstige Hinweise, auch zum Fluchtfahrzeug, geben können, werden gebeten, sich unter der Tel. 05631/9710 bei der Kriminalpolizei Korbach zu melden.

Geldautomat in Wrexen wurde im Oktober gesprengt

Die Automatensprengung in Rhoden erfolgte ausgerechnet am Morgen des Tages, an dem die im Oktober durch eine ähnliche Sprengung stark beschädigte Sparkassenfiliale in Wrexen nach grundlegender Sanierung wieder eröffnet werden soll. (Elmar Schulten)

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