Ende nach 50 Jahren musikalischer Vielfalt in der Kirche 

Gibt es nach dem Finale noch einmal Sommerkonzerte in Wrexen?

Tutti nach Finale der Sommerkonzerte. In der Mitte sitzend Dieter Neumeyer, Mitbegründer und bis zuletzt Organisator der Konzertreihe, inmitten der Musiker. Neben ihm stehend Peter Ernst, der die letzte Konzertserie betreute, links Pfarrerin Elke Carl. Fotos: Armin Haß

 Diemelstadt-Wrexen. Das Finale der Sommerkonzerte in der Kirche zu Wrexen war wie ein Wunschkonzert. Die musikalische Vielfalt aus 50 Jahren erklang beim Jubiläumskonzert, das zugleich das letzte war.

Der Begründer der Konzertreihe und ihr langjähriger Organisator Dr. Dieter Neumeyer zieht sich mit 81 Jahren zurück, eine Nachfolge ist nicht in Sicht.

Das gab es zum Schluss zu hören

Das Jubiläumskonzert im fast voll besetzten Gotteshaus hörte sich indessen an wie eine musikalische Demonstration für den Erhalt der kleinen Reihe, in der Neumeyer selbst als Organist manches Konzert gestaltet. Allen voran der aus Warburg stammende Peter Ernst (Gitarre), der die letzte Reihe gestaltete, sowie die Cellistinnen Maxine Neuman und Claudia Schwarze, die mit klassischen Kompositionen bis hin zu einer modernen Sonate des Brasilianers Radamés Gnattali ein breites Spektrum boten.

Die in New York und zeitweise in Frankfurt lebende Neuman war es, die die vielen Duo-Variationen für Cello und Gitarre in den vergangenen gut 20 Jahren erst durch Transkription von Kompositionen schuf.

So klingt die Konzertreihe aus

Nach dem Intro durch die Geschwister Annika und Holger an der Orgel brachten die Brüder Ulrich und Gregor Lisson mit dem vollen und warmen Klang von Harmonika und Gitarre so unterschiedliche Kompositionen, wie die des Engländers John Dowland und des Tango Nuevo-Meisters Astor Piazolla zum Klingen. Weich und zart auch das brillante Trompentenspiel des Leipzigers Alexander Pfeiffer, der im Laudate Dominum von Mozart zusammen mit dem Pianisten Ralf Berger die Sopranistin Helga Legeler vorzüglich begleitet. Dem Trio fiel der Schlusspart zu, Händels „Ewige Quelle des göttlichen Lichtes“.

Constanze Betzl (Flöte) musizierte als langjähriger musikalischer Gast in verschiedenen Formationen mit, Berger erfreute solo mit einem Stück der Romantik von Franz Schubert. Einen Ausflug in die Pop-Musik unternahm die Kirchenband um Pfarrerin Elke Carl, die vor einigen Jahren von Neumeyer zu Auftritten ermutigt wurden und das musikalische Angebot bereichern.

Wer übernimmt?

Das Finale bot Anlass zum Dank an den Festival-Begründer Neumeyer und zu einem Ausblick: „Einem jeden Ende wohnt Zauber von etwas Neuem inne“, orakelten Elke Carl, die seit 2001 die Reihe begleitet, und Peter Ernst. „Ich freue mich über jeden, der die Reihe neue initiieren würde.“ 

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