Bürgermeister Elmar Schröder legt Haushaltsplanentwurf vor

Großprojekt: Diemelstadt beginnt 2019 mit Rückbau der Landstraße in Rhoden

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Ausbau beschlossen: Die Sanierung der Landstraße Rhoden genießt höchste Priorität bei der Stadtsanierung. Kanal- und Wasserleitungen sind in einem schlechten Zustand.

Diemelstadt. Steigende Investitionen im Haushaltsentwurf für 2019 kennzeichnen die weitere Bautätigkeit in Diemelstadt. Trotz der zunehmenden Schuldenbelastung gelingt es, einen Überschuss von 230.000 Euro zu erzielen.

Die finanzielle Leistungsfähigkeit der Kommune sei hoch. Diemelstadt zählt laut Bürgermeister Elmar Schröder zu den wenigen hessischen Kommunen, denen das Land im Finanzstatusbericht einen Wert von 100 Prozent bescheinige. Eine Konsolidierung bleibt den kommunalen Gremien erneut erspart, so Schröder bei der Einbringung des Etatentwurfs 2019 in der Stadtverordnetensitzung.

Die Auszahlungen für Investitionen betragen 2019 rund 2,6 Millionen Euro, was einem Anstieg von 40,3 Prozent im Vergleich zum hohen Vorjahresniveau entspreche. Schröder: „Das ganz große Thema neben dem Landstraßenrückbau mit Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen in Rhoden wird der Gewerbepark Steinmühle sein. Hier ist dieses Jahr erheblich mehr Schwung als erwartet hineingekommen.“ Derzeit ist die SVG mit der Planung eines Autohofes beschäftigt.

Allein 2,4 Millionen Euro werden im Bereich der Straßen, der Abwasserbeseitigung, der räumlichen Planung und Entwicklung, des Naturschutzes und Feldwegebaus, der Wasserversorgung, des Brandschutzes, der Dorfgemeinschaftshäuser und Mehrzweckhallen sowie der Kindergärten und Spielplätze investiert. Weitere Investitionen in die Infrastruktur sind notwendig.

Die Steuereinnahmen liegen trotz leichter Rücknahme bei der Gewerbesteuer auf hohem Niveau. Die Stadt könne die Zinslast von 374.000 Euro nahezu vollständig aus den Einnahmen finanzieren. Die Abschreibungen von konstant 1,8 Millionen Euro könnten ebenfalls aus den Einnahmen erwirtschaftet werden.

Die Rücklage dürfte zu Beginn des Jahres 2019 auf 6,17 Millionen Euro anwachsen und Ende 2019 bei 6,4 Millionen Euro liegen. Schröder: „Ein beruhigender Wert für zukünftige Jahresabschlüsse.“

Der Schuldenstand wird sich bis Ende 2019 durch die geplante Kreditaufnahme von einer Million Euro auf voraussichtlich 12,75 Millionen Euro erhöhen. Der Verdoppelung dieses Betrages seit 2012 ständen hohe Investitionen in die Infrastruktur gegenüber, die sich wiederum in der Bilanzsumme von knapp 52 Millionen Euro widerspiegelten.

Diemelstadt gehört zu den Kommunen, die nicht aufgrund eines hohen Bestandes an Kassenkrediten an dem finanziellen Sanierungsprogramm der Hessenkasse teilnimmt. Dafür kann die Stadt mit einer Investitionspauschale von 860 000 Euro rechnen. Dieser Betrag soll für die Sanierung der Landstraße verwendet werden, ausschlaggebend ist die Verbesserung des Brandschutzes durch entsprechende große Wasserleitungen. „Das kommt allen Bürgern in Diemelstadt zugute, denn dadurch müssen die Gebühren nicht wieder erhöht werden“, sagt der Bürgermeister.

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