Start in Diemelstadt, Stopp vor Autobahntunnel bei Göttingen 

Halsbrecherische Verfolgungsjagd über 100 Kilometer

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Verfolgungsjagd von Diemelstadt nach Göttingen

Diemelstadt/Göttingen. Erst nach einer Verfolgungsjagd über 100 Kilometer mit bis zu 180 Kilometern pro Stunde von Diemelstadt bis nach Göttingen konnte der 20 Jahre, unter Drogeneinfluss stehende Fahrer von der Polizei gestoppt und festgenommen werden.

Aktualisiert am 22.5. um 18.05 Uhr

Um den mit einem 24-jährigen Beifahrer  Flüchtenden stoppen und ergreifen zu können, ließen die Ermittler gegen  1.40 Uhr über die Betriebszentrale den "Heidkopftunnel" der A 38 in Fahrtrichtung Halle vorübergehend sperren. An der heruntergelassenen Schranke war damit die Flucht der Männer zu Ende.

Gefährliche Situationen

Nach einer Verfolgungsjagd über 100 Kilometer mit einigen riskanten Situationen zwischen Diemelstadt und Göttingen konnte endlich die Flucht des 20-Jährigen beendet werden. Der junge Mann kam in Untersuchungshaft, er hat noch mehr auf dem Kerbholz. 

Der 20-Jährige aus Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) soll am Sonntag gegen 1 Uhr an der Diemelstädter Rastanlage „Am Biggenkopf“ an der A 44 (Dortmund/Kassel) mit seinem BMW mit britischen Kennzeichen einen Tankbetrug begangen zu haben. 

So nahm die Polizei Verfolgung auf

Zusammen mit seinem 24 Jahre alten Beifahrer flüchtete er in Richtung Kassel. Beamte der alarmierten Autobahnpolizei Baunatal nahmen die Verfolgung auf. 

Mit Geschwindigkeiten von zum Teil über 180 km/h verlagerte sich die Flucht der beiden Männer schließlich vom hessischen Teil der A 7 auf den niedersächsischen Streckenabschnitt in Richtung Hannover. Mehrere Funkstreifenwagen der Autobahnpolizei Göttingen schalteten sich in die Verfolgung ein.

Das war das Ende

Dabei missachtete der 20 Jahre alte Fahrer wiederholt Haltezeichen der ihn verfolgenden Beamten und verursachte auch gefahrenträchtige Situationen. Schließlich ließen die Ermittler gegen 1.40 Uhr über die Betriebszentrale den „Heidkopftunnel“ der A 38 in Fahrtrichtung Halle vorübergehend sperren. An der heruntergelassenen Schranke war damit die Flucht der Männer zu Ende. 

Der 20-jährige versuchte noch, zu Fuß über die Leitplanke und auf eine angrenzende Böschung zu entkommen. Er wurde von Beamten ergriffen und zusammen mit seinem Beifahrer nach Göttingen transportiert. 

Das fanden die Polizisten noch heraus

Der 24-Jährige kam im Anschluss an die polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. In dem BMW stießen die Ermittler unter anderem auf eine geringe Menge Betäubungsmittel. Drogen und Auto wurden von der Polizei beschlagnahmt.

 Die Polizei Göttingen leitete Ermittlungen wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Gefährdung des Straßenverkehrs gegen ihn ein. Aufgrund eines Haftbefehls wurde der Bitterfelder in die Justizvollzugsanstaltet Rosdorf eingeliefert. 

Sie waren beteiligt

Er ist in der Vergangenheit bereits wegen verschiedener Delikte polizeilich in Erscheinung getreten. An der Fahndung und der Festnahme waren Funkstreifen der Autobahnpolizei Baunatal, der Polizei Kassel, der Autobahnpolizei Göttingen sowie des Polizeikommissariats Hann. Münden beteiligt. Die weiteren Ermittlungen dauern an. (r/ah) 

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