Umweltministerin Hinz überbringt Bescheid über Dorfentwicklung

Impulse für Dorfentwicklung in den neun Diemelstädter Stadtteilen

Diemelstadt ist jetzt offiziell in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen: Den Bewilligungsbescheid überbrachte Staatsministerin Priska Hinz an Bürgermeister Elmar Schröder.
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Diemelstadt ist jetzt offiziell in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen: Den Bewilligungsbescheid überbrachte Staatsministerin Priska Hinz an Bürgermeister Elmar Schröder. Mit dabei Landrat Dr. Reinhard Kubat, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz und Dr. Jürgen Römer vom Fachdienst Ländlicher Raum beim Landkreis.

Auf ihrer Sommertour hat Umweltministerin Priska Hinz den in Diemelstadt sehnlich erwarteten Bescheid über die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm an Bürgermeister Elmar Schröder überbracht.

Diemelstadt - Unter dem Motto „Diemelstadt – leben wohnen und arbeiten in herrlicher Landschaft mit hervorragender Verkehrsanbindung“ hat sich Diemelstadt für das Dorfentwicklungsprogramm beworben. Die Argumente überzeugten und so sind die Bürger und ihre Verwaltung in den nächsten 18 Monaten aufgerufen, ein Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept IKEK für alle neun Stadtteile zu entwickeln.

Auf dieser Grundlage können dann in den folgenden sechs Jahren private und öffentliche Maßnahmen gefördert werden, die das Zusammenleben im ländlichen Raum noch attraktiver und zukunftsfähiger gestalten.

In Diemelstadt auf einem guten Weg

Der Landesregierung sei bewusst, dass die Städte und Gemeinden durch die Auswirkungen der Corona-Krise künftig noch mehr auf finanzielle Hilfen angewiesen seien. Deshalb sei zum 1. August der kommunale Fördersatz von bisher 65 Prozent auf künftig 80 Prozent angehoben worden.

Bürgermeister Elmar Schröder berichtete, dass die Diemelstadt mit den drei Zukunftswerkstätten und dem Projekt „Soziale Orte“ schon gute Vorarbeit für das IKEK geleistet habe. Darauf könne nun aufgebaut werden. Die rückläufige Bevölkerungsentwicklung sei durch neue Baugebiete gestoppt worden. Überhaupt habe die Stadt mit dem sanierten Schloss eine Menge zu bieten. Aktuell laufe der Rückbau der Landstraße. Insofern komme das Förderprogramm der Dorfentwicklung genau richtig.

Herausforderungen der demografischen Entwicklung

„Das ist ein toller Tag für Waldeck-Frankenberg“, freute sich Landrat Dr. Reinhard Kubat und verwies darauf, dass der Landkreis mit Frankenau und Diemelstadt nun zwei neue Förderschwerpunkte erhalte. Ähnlich äußerte sich auch der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz: Förderprogramme in den Dörfern seien ein guter Hebel, um auch private Investitionen der Hauseigentümer zu stimulieren.

Ministerin Hinz unterstrich, dass es für viele Kommunen ebenso wie in Diemelstadt eine große Herausforderung sei, attraktiv für junge Familien zu bleiben und gleichzeitig Angebote für die älter werdende Bevölkerung zu schaffen. Das Förderprogramm Dorfentwicklung wolle helfen, die damit verbundenen Herausforderungen, wie den Leerstand von Immobilien im Ortskern, aktiv anzugehen. (Von Elmar Schulten)

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