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In Rhoden wird historische Bausubstanz in modernen Wohnraum umgewandelt

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Ortstermin zwischen Fachwerk-Gebälk: Baudezernent Karl-Friedrich Frese (links), Bauamtsleiterin Susanne Paulus (2. von rechts) und Kreisdenkmalpflegerin Antje Paul (Mitte) freuen sich mit Burkhard Okel (2. von links) und Architekt Henry Koch (rechts) über die gelungenen Pläne zur Altbausanierung in Rhoden.
Ortstermin zwischen Fachwerk-Gebälk: Baudezernent Karl-Friedrich Frese (links), Bauamtsleiterin Susanne Paulus (2. von rechts) und Kreisdenkmalpflegerin Antje Paul (Mitte) freuen sich mit Burkhard Okel (2. von links) und Architekt Henry Koch (rechts) über die gelungenen Pläne zur Altbausanierung in Rhoden. © Landkreis Waldeck-Frankenberg

In den Städten und Dörfern des Landkreises gibt es große Bestände an historischer Bausubstanz, die teilweise ungenutzt und dem Verfall preisgegeben sind. Dort könnte jedoch dringend benötigter Wohnraum entstehen, wenn sich Investoren finden, die derartige Projekte aufgreifen und umsetzen.

Diemelstadt - Der Diemelstädter Unternehmer Burkhard Okel besitzt mehrere historische Fachwerkbauten in der Altstadt von Rhoden, die er derzeit sanieren und als Wohnraum herrichten lässt.

Erster Kreisbeigeordneter und Baudezernent Karl-Friedrich Frese ließ sich gemeinsam mit der Leiterin des Kreisbauamtes Susanne Paulus und Denkmalpflegerin Antje Paul bei einem Ortstermin über die Planungen informieren. Prinzipiell ist die Aufwertung historischer Bausubstanz ein guter und zielführender Weg, so Frese. Es wird etwas gegen die Verödung der Stadt- und Dorfzentren getan und man verhindert eine weitere Zersiedlung der Landschaft.

Kleine Wohneinheiten stark nachgefragt

Die Schaffung von Baugrundstücken in den Randbereichen der Ortschaften sei mittlerweile kaum noch vertretbar, weil dadurch immer mehr Boden versiegelt werde. Außerdem müsse jeweils die gesamte Versorgungs- und Infrastruktur neu geschaffen werden, während diese in den historischen Zentren bereits vorhanden sei.

Burkhard Okel erläuterte, dass es ihm vor allem um die Schaffung kleinerer Wohneinheiten gehe: „Wir haben oft die Situation, dass beispielsweise Betriebe oder Unternehmen Wohnungen für Auszubildende suchen, die von weither herkommen; für diese hätten wir maßgeschneiderte überschaubare Angebote.“ Auch Fachleute, die projektbezogen vorübergehend in der Region arbeiteten, bevorzugten individuelle Wohnmöglichkeiten anstelle von Hotels oder Pensionen. Aber auch als Ferienwohnungen seien die kleinen, aber komplett mit Küchen und Sanitärbereichen ausgestatteten Einheiten denkbar.

Förderprogramme nicht nur für den Ballungsraum gefordert

Auch Susanne Paulus, Leiterin des Kreisbauamtes, sieht hier einen richtigen Ansatz. Wohnen in kleinen und überschaubaren Größenordnungen ist das Modell der Zukunft, dafür gibt es auch im Landkreis schon einige beispielhafte Projekte. Gemeinsam mit Denkmalpflegerin Antje Paul werde sie an umsetzbaren Konzepten für die Neunutzung historischer Bausubstanz arbeiten.

Der Erste Kreisbeigeordnete wies darauf hin, dass die neue Bundesregierung angekündigt habe, Förderprogramme für die Schaffung bezahlbaren Wohnraums aufzulegen: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass diese Mittel nicht nur in die städtischen Ballungsgebiete fließen, sondern auch in den ländlichen Raum, wo es ebenfalls Bedarf an Wohnungen vor allem für junge oder einkommensschwache Menschen gibt“, versprach Frese. (red)

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