Orperennen mit gewagten Bootskonstruktionen in Wrexen

Das ist die verrückteste Regatta im Waldecker Land

Rauchzeichen über der Orpe: Zur verrücktesten Regatta des Waldecker Landes starteten tollkühne Teams in Wrexen. Foto: Ute Germann-Gysen

Diemelstadt-Wrexen. So tollkühn und verrückt sind die Wrexer. Beim Orperennen treten sie mit originellen Bootskonstruktionen an.

 

Eine Regatta der besonderen Art lockte Hunderte Zuschauer zur Orpe an der Kirche. Lückenlos mit Zuschauern belegt waren beide Brücken und das Ufergelände dazwischen, denn hier schipperten 16 schwimmfähige Kreationen um die Wette, einmal runter und dann wieder rauf.

Das bieten die Teams auf dem Wasser

Tobias Jäkel und Fabian Stelter nahmen vorab die „Segnung“ der Boote vor. Bürgermeister Elmar Schröder, Pfarrerin Elke Carl und Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Behrens saßen mit den Block und Stift am Ufer und notierten die Wettkampfzeiten. 

Sie bekamen ebenso wie die Zuschauer manchen Spritzer ab, denn bei der Hitze im strahlendem Sonnenschein lud die hochgestaute Orpe die Wettkampfteilnehmer zu übermütigem Planschen ein.

Sie sind die schnellsten Kapitäne

Der Ideenreichtum der Bootsbauer kannte keine Grenzen. Es gab paddelnde Hochzeitspaare, Boote mit Dusch-Armaturen und Badewannen, Piratenschiffe und das Narrenschiff der Karnevalsgesellschaft. Letzteres kenterte allerdings, was die schön frisierte Haartracht von Prinzessin Annika Bigge zerstörte. Doch dies tat der guten Laune keinen Abbruch, und die Gruppe wurde mit Preisen für das beste und für das originellste Boot ausgezeichnet.

Am schnellsten waren die „Orpen Mobbys“. Das fünfköpfige Herrenteam schaffte es in zwei Minuten und 23 Sekunden, runter zur über dem Wasser hängenden Glocke zu paddeln, diese zu läuten und sich wieder herauf zum Ziel zu kämpfen. Etwas langsamer war das Team „Gondola“, gefolgt vom BWT-Team, welches sich ebenfalls über Freibier freuen konnte.

Das macht gute Laune

Für Stimmung sorgte auch die lustige Moderation des im Neoprenanzug im Wasser stehenden Tobias Seifarth. Uwe Varlemann spielte einen bunten Mix von Partyliedern. Mal erklang Snaps „I’ve got the power“, mal AC/DC mit „Hell's Bells“ und natürlich der Narrhalla-Marsch für das Prinzenpaar.

Der SC Heide ließ „Kreisligalegenden“ erklingen und roten und weißen Rauch aus dem Bootsschornstein aufsteigen. Für die „Welle“, die der Fußballverein mit seinem Auftritt machte, siegte er in den Kategorien „beste Performance“ und „beste Stimmung“. Alle vier Jahre findet das Spektakel auf der Orpe statt.

Nach Siegerehrung und Schließen der Imbissstände gab es im Festzelt daneben bis in die Nacht hinein mit DJ Bollo eine „Orpenfeier“.

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