Pläne für Plätze

Kinder gestalten als Künstler bei Stadtsanierung Rhoden mit

Bauarbeiten auf und neben der Landstraße Rhoden.
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Bauarbeiten auf und neben der Landstraße Rhoden.

Über die Pläne für die Umgestaltung der Plätze am Ehrenmal und am Gemeinschaftshaus in Rhoden wurden bei der Ortsbeiratssitzung mit Bürgern abgestimmt.

Diemelstadt-Rhoden – Ganz Rhoden ist eine Baustelle. Der Clou bei den kommenden Neugestaltungen ist das Angebot der am Lustgarten lebenden Künstlerin Barbara Beisinghoff, die die Installation einer Kupferplatte anregt, die von Kindern mit Motiven aus Rhoden gestaltet werden soll.

Das ist Kunst

Sie ritzen in eine Schicht aus Asphaltlack die Bilder ein, die nach verschiedenen weiteren Arbeitsschritten verfestigt werden und dauerhaft in der Kupferschicht erhalten bleiben.

Künstlerin Barbara Beisinghoff.

Die Platte könnte an der Stadtmauer befestigt werden. „Eine schöne Idee einer renommierten Künstlerin“, freut sich Ortsvorsteher Bernd Flamme über das Angebot Beisinghoffs.

Weitreichende Pläne für Plätze

Und Bürgermeister Elmar Schröder versicherte, dass bei einer gesamten Investitionssumme für die Umgestaltung und Sanierung der Landstraße von sieben Millionen Euro auch das Geld für das Kunstwerk übrig sein werde. Die Rede ist laut Flamme von 5000 Euro.

Das Kunstwerk ist Teil der weitreichenden Pläne für die Umgestaltung des Platzes am Gemeinschaftshaus. Dieses Projekt und das seit ein paar Jahren diskutierte Vorhaben am Ehrenmal erläuterten Jutta Biermann vom Planungsbüro Oppermann und Susanne Engelns von der NH Projektstadt.

Darüber wird diskutiert

Die Ortsbeiratssitzung bot die Gelegenheit, ausgiebig über die Details zu diskutieren und diese dann auch als verbindliche Vorschläge für die endgültigen Beschlüsse abzustimmen.

Seit ein paar Jahren wird über die Umgestaltung des Bereiches am Ehrenmal für die in Kriegen umgekommenen Rhoder diskutiert. Geplant ist dies: Das Denkmal wird auf einen schmaleren Sockel zurückversetzt, die Tafeln werden neu aufgestellt.

Alter Kump im Blickpunkt

Der Platz wird begrünt und neu angelegt mit Ladestationen für E-Fahrräder, Blumenkübeln mit Bänken und einem kurzen Wasserlauf, der in den neu gestalteten Kump mündet.

Der Platz am Ehrenmal soll umgestaltet werden in einen attraktiven Ortstreffpunkt.

Auf den mit Epoxidharz beschichteten Stahlringen und dem Deckel kann man sitzen beziehungsweise gehen. Das Wasser wird in einem Kreislauf geführt.

Treffpunkt am Ehrenmal

Geplant ist eine Altstadtleuchte. Die Informationstafel, die derzeit in eine Mauer eingefasst ist, könnte durch eine digitale Schautafel mit Informationen über Sehenswürdigkeiten und andere wichtige Anlaufpunkte ersetzt werden. Ziel ist es, im Anschluss an den Außenbereich des benachbarten Cafés einen Treffpunkt für kleinere Veranstaltungen herzurichten, bei dem das Ensemble des Ehrenmals weiterhin zur Geltung kommt. Dort finden die Feierlichkeiten zum Volkstrauertag statt.

Erheblich größere Eingriffe sind auf dem Platz vor dem von der Sradtverwaltung genutzten Gemeinschaftshaus geplant. Das Areal soll für den Wochenmarkt und andere Veranstaltungen großzügiger und barrierefrei hergerichtet werden. An der Landstraße sind zwei Behindertenparkplätze geplant. Daran anschließend wird das Gelände ebenerdig umgestaltet. Anstelle des Rondells wird eine Platane gepflanzt mit einer Rundbank aus Holz.

Der Haupteingang des Gemeinschaftshauses wird künftig über eine Treppe und eine Rampe auch für Gehbehinderte erreichbar sein.

Blick vom Gemeinschaftshaus Rhoden vorbei an der Stadtmauer und dem Rondell in Richtung Landstraße.

Das Teilstück der alten Stadtmauer neben der Apotheke wird durch eine Sandsteinmauer in Richtung Landstraße fortgesetzt. Auf der gegenüberliegenden Seite wird durch ein Metallband im Gehsteig die einstige Linienführung zum dortigen Mauerabschnitt aufgezeigt.

Neben dem Mauerrest am Gemeinschaftshaus ist eine Spielbrücke aus Holz vorgesehen. Die alten Grabsteine eines früheren Friedhofes werden vielleicht zum Rhoder Friedhof zurückgebracht. (Armin Haß)

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