Pfarrerin von Helmighausen wird verabschiedet

Kirche bleibt im Dorf, Pfarrerin nicht

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Die Kirche von Helmighausen bleibt im Dorf, die Pfarrerin nicht. Die Mitgliederzahlen im Roten Land mit Helmighausen, Hesperinghausen, Neudorf und Kohlgrund sind in den letzten Jahren so stark zurückgegangen, dass die Stelle nicht neu besetzt werden kann. Stattdessen gibt es eine Lösung im kirchlichen Gesamtverband von Diemelstadt.

Helmighausen. Im Roten Land wird am Wochenende Pfarrerin Silke Kohlwes verabschiedet. Ihre Stelle wird nicht neu besetzt, weil die Gemeinde stark geschrumpft ist, dass sich hier keine volle Stelle mehr rechtfertigen lässt.

 Die Kirche von Helmighausen und das Gemeindehaus bilden aber immer noch den Mittelpunkt des Dorfes. Künftig wird aber das Pfarrhaus leer stehen.

"Ja, es ist wirklich schade, dass die Pfarrstelle im Roten Land wegfallen wird”, sagt sie beim Abschied. Aber sie sei sich sicher, dass das kirchengemeindliche Leben im Roten Land bei ihren beiden Kolleginnen im Gesamtverband Diemelstadt, bei Pfarrerin Elke Carl aus Wrexen und Pfarrerin Claudia Engler aus Rhoden, und beim Kirchenvorstand in besten Händen sei.

Das Allermeiste sei längst gut geregelt. Man kenne sich gegenseitig und komme sehr gut miteinander aus. Es sei zudem richtig und wichtig, dass die Pfarrstellenanpassung für einen neuen Zuschnitt der Pfarrstellen in den Kirchenkreisen und damit für volle und attraktive Pfarrstellen sorge.

Nur so könnten langfristig auch junge Pfarrerinnen und Pfarrer mit ihren Familien dazu bewogen werden, aufs Land zu ziehen. Das gebe den Gemeinden und den Pfarrern gleichermaßen die notwendige Sicherheit, dass nicht alle zwei Jahre eine neue Stellenbemessung nötig werde.

Und nur so könne in Zukunft angesichts der deutlich gesunkenen Anzahl von Pfarrerinnen und Pfarrern eine pfarramtliche Versorgung der Menschen auch in der Fläche den Verhältnissen entsprechend noch gewährleistet werden.

Wo Pfarrerin Kohlwes künftig als Seelsorgerin wirken wird, das lesen Sie in der WLZ am Freitag.

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