Diemelstadts Bürgermeister drängt auf Entlastung

Kreisstraßen bei Orpethal wurden  zum Autobahnzubringer

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Ortstermin an der Bundesstraße B7 bei Westheim: Thomas Ungermann (Hochsauerlandkreis, Straßenbauamt), Westheims Ortsbürgermeister Franz-Josef Weiffen und der Diemelstädter Bürgermeister Elmar Schröder (von rechts) bemühen sich um eine Lösung für die Verkehrsprobleme, von der auch Orpethal profitieren sollte.  

Diemelstadt.  Der enorm angestiegene Lastwagenverkehr zwischen dem Gewerbegebiet Wrexen und der Bundesstraße B7 als Zubringer zur Autobahn A44 hat zu einer zusätzlichen Belastung von Orpethal geführt. Diemelstadts Bürgermeister Elmar Schröder drängt nun auf eine Entlastung.

Als vor über zehn Jahren die neue Autobahnabfahrt BAB 44 Marsberg eröffnet wurde, saßen Westheims Ortsbürgermeister Franz-Josef Weiffen und der Diemelstädter Bürgermeister Elmar Schröder noch gemeinsam als Fraktionsvorsitzende der Bürgergemeinschaft und der CDU in einer Koalition im Marsberger Stadtrat und freuten sich über die neue Verkehrsanbindung an die wichtige Verkehrsader A44.

Nun hat sich die Verkehrssituation im Diemeltal verändert, denn über 300 Lastwagen fahren täglich zwischen dem Gewerbegebiet Diemelstadt-Wrexen an Orpethal vorbei zur Bundesstraße B7 und viele davon auf die A44 über die Auffahrt Marsberg. 

Gefährliche Situationen

Die geplanten Erweiterungen bei Smurfit Kappa und Sprick sowie die Teilverlagerung der Spedition Schwarz mit einer Lagerhalle in Westheim verstärken den Verkehrsstrom in Zukunft noch. Zwar wurde vor einigen Jahren die Kreisstraße K 91 auf hessischer Seite ausgebaut, jedoch fehlt das westfälische Teilstück der Kreisstraße K 70 und hier insbesondere der Ausbau des Kreuzungspunktes an der Bundesstraße B7.

Schröder umriss die Situation so: „Niedergefahrene Leitplanken und eine völlig desolate Straßendecken zeugen davon, dass hier täglich LKW-Fahrer aus Sicherheitsgründen die Kurvensituation haarscharf ausfahren müssen, damit sie nicht zu lange auf der B7 in die Gegenfahrbahn fahren müssen. 

Auf der Suche nach guten Lösungen

Ganz lässt sich die Nutzung der Gegenfahrbahn ohnehin nicht bei den langen Lastzügen vermeiden. Es ist somit ein gewagtes Spiel, die die neue Situation bedingt durch die Abfahrt Marsberg erzeugt. Aufgrund der Landesgrenze ist eine behördliche Abstimmung auch nicht immer einfach und daher sehr langwierig.“

Im Rahmen eines Ortstermins wiesen Ortsbürgermeister Franz-Josef Weiffen und Bürgermeister Elmar Schröder den zuständigen Abteilungsleiter des Straßenbauamtes des Hochsauerlandkreises Thomas Ungermann auf die Gefahrensituation hin.

Dieser wird nun Kontakt zum Straßenbaubetrieb Straßen NRW und der Bahn aufnehmen, die bereits vor einigen Jahren auf den Missstand aufmerksam gemacht wurden. Nun hoffen alle Beteiligten auf eine schnelle und sichere Lösung. Eine verkehrssichere Einmündung ist unabdingbar, darüber sind sich alle einig.

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