Zwei Rettungshubschrauber im Einsatz

Linienbus mit Schulkindern prallt gegen Baum - Polizei spricht von 30 Verletzten

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Ein mit Schulkindern besetzter Linienbus ist bei Lichtenau gegen einen Baum geprallt. 20 Fahrgäste wurden dabei verletzt, zwei davon schwer.

Lichtenau. Ein mit Schulkindern besetzter Linienbus ist am frühen Dienstagmorgen bei Lichtenau (Kreis Paderborn) gegen einen Baum geprallt. 30 Fahrgäste im Alter von zehn bis 60 Jahren wurden dabei verletzt, zwei davon schwer. 

Aktualisiert um 14.15 Uhr. Wie die Polizei Paderborn schon am frühen Morgen über Twitter berichtete, ereignete sich der Unfall gegen 7 Uhr auf der Kreisstraße K13 bei bei Grundsteinheim. Zunächst war nur von zehn, dann von 20, inzwischen von 30 Verletzten die Rede. - Eine große Herausforderung für die Rettungskräfte, die aus dem ganzen Kreis Paderborn hinzugezogen wurden.

Viele Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zu Paderborner Schulen nutzen die Linie, die schon seit vielen Jahren im Auftrag der Bahnbus Hochstift GmbH von einem Busunternehmen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg bedient wird.

Um 13.40 Uhr veröffentlichte die Polizei eine Zusammenfassung der Ereignisse:  Der 43-jährige Busfahrer fuhr gegen 7 Uhr mit 35 Fahrgästen auf der Kreisstraße 13 von Iggenhausen nach Grundsteinheim. Kurz vorm Ortseingang kam der Bus aus ungeklärter Ursache nach rechts von der Straße ab und prallte mit der vorderen rechten Fahrzeugecke gegen einen Baum. 

Der Bus riss im Anstoßbereich und teils entlang der rechten Seite auf. Wenige Meter nach der Kollision blieb das Fahrzeug mit Totalschaden am Straßenrand stehen. Während der Busfahrer (43) unverletzt blieb, zogen sich mindestens 30 Insassen Verletzungen zu. 

Noch bevor der alarmierte Rettungsdienst eintraf, erreichten von den Schülern verständigte Eltern sowie ein anderer Busfahrer den Unfallort und begannen mit der Ersten Hilfe. Feuerwehr und Rettungsdienst sowie mehrere Notärzte und zwei Rettungshubschrauber wurden eingesetzt.

Eine schwerverletzte 50-jährige Frau musste mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Bielefeld geflogen werden. Die anderen Verletzten kamen mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser. Zur Schwere ihrer Verletzungen liegen derzeit noch keine abschließenden Informationen aus den Hospitälern vor. 

Bislang gilt eine 10-Jährige ebenfalls als schwerverletzt. Der Rettungsdienst schätzte die meisten Verletzungen als leicht ein. In Grundsteinheim war im Feuerwehrgerätehaus eine Betreuungsstelle eingerichtet. Mehrere Notfallseelsorger kümmerten sich um Businsassen und Angehörige.

Die Polizei stellte den Bus, der in Waldeck-Frankenberg zugelassen ist, für weitere Untersuchungen hinsichtlich technischer Mängel sicher. Wegen des Verdachts auf Drogen- oder Medikamentenkonsum wurde dem Busfahrer eine Blutprobe entnommen. Seinen Führerschein stellte die Polizei sicher. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf über 200.000 Euro.

Der durch die Kollision teilentwurzelte Baum musste zersägt und beseitigt werden. Für die Bergungsarbeiten und Unfallaufnahme war die K13 bis 13  Uhr gesperrt.

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