Löschzug Rotes Land ist gut ausgerüstet, braucht aber personelle Unterstützung

Im Ernstfall kommt es auf jede Minute an

+
Seit vergangenem Monat stellt der neu gebildete Rote-Land-Löschzug die personelle Besetzung bei Feuerwehreinsätzen vor Ort sicher. Mit eigenem hydraulischen Rettungsgerät sind die Brandschützer nun auch technisch gut aufgestellt.

Helmighausen. Schnelle Hilfe bei Verkehrsunfällen im Roten Land gewährt ein hydraulisches Rettungsgerät, das an die Feuerwehr Helmighausen übergeben wurde.

Als Schere und Spreizer bekannt, ist das Kombigerät dazu gedacht, im Einsatzfall einen Erstzugang zu Verletzten zu ermöglichen.

 In Diemelstadt habe bisher nur die Feuerwehr in Rhoden über ein solches Rettungsgerät verfügt, erklärte Wehrführer Michael Schröder im Kreis der Kameraden am Feuerwehrgerätehaus.

Da die Feuerwehren aus Hesperinghausen, Helmighausen und Neudorf zum vergangenen Oktober offiziell den Rote-Land-Löschzug gebildet haben, habe es sich angeboten, ein Kombigerät für den Stützpunkt in Helmighausen anzuschaffen, ergänzte Bürgermeister Elmar Schröder. Der Rote-Land-Löschzug ist im Bedarf- und Entwicklungsplan der Diemelstädter Feuerwehren festgeschrieben.

Dies bedeutet, dass bei jedem Feuerwehreinsatz im Roten Land Feuerwehrmänner und frauen aus allen drei Orten zum Einsatz ausrücken. Vor allem tagsüber, erklärte Michael Schröder, solle dies gewährleisten, dass eine feuerwehrtaktische Einheit mit mindestens neun Personen an der Einsatzstelle eintrifft.

Dass sich die Ortsteilwehren ohne Druck aus dem politischen Raum zusammengefunden und auch gemeinsame Übungen absolviert hätten, hob Bürgermeister Schröder anerkennend hervor. Die technischen Daten des neuen, 7300 Euro teuren Akku-Kombigerätes stellte Stadtbrandinspektor Ulrich Volke vor und dankte der Stadt für die Beschaffung.

Vier Feuerwehrleute hätten bereits die entsprechenden Lehrgänge für die Bedienung des zwanzig Kilo schweren Rettungsgerätes absolviert. Fünfzehn weitere wurden an dem Gerät geschult. „Ich hoffe, dass wir es lange nicht brauchen“, sagte Ortsvorsteherin Hiltrud Bodenhausen.

Von Sandra Simshäuser

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare