Rückbau der alten Bundesstraße

Mehr Wohnqualität mitten in Rhoden schaffen

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Blick in die viel zu breite Landstraße in Rhoden : Die Fahrbahn soll nun im Rahmen der Umgestaltung der Straße auf bis zu 5,50 Meter eingeengt werden. Die alte Bundesstraße hatte ein Breite von 7,60 Meter. 

Diemelstadt-Rhoden. Rund 5,5 Millionen Euro wird der Aus- und Rückbau der Landstraße in Rhoden in den nächsten dreieinhalb Jahren kosten. Am Ende wird die 7,6 Meter breite, ehemalige Bundesstraße auf die für eine Ortsdurchfahrt angemessenen 5,50 Meter zurechtgestutzt.

Die Geschwindigkeiten werden sich verringern und die Wohnqualität wird steigen, so die Prognose der Planerin Jutta Biermann vom Planungsbüro Oppermann. Und Bürgermeister Elmar Schröder prophezeit: „Zwei Jahre später wird sich niemand mehr erinnern, wie die Straße mal ausgesehen hat.“

Tatsächlich war die Landstraße in den vergangenen Jahrzehnten vorrangig für die Bedürfnisse des Fernverkehrs mit 40-Tonnern ausgelegt worden. die Gehwege waren an manchen Stellen auf ein Minimum geschrumpft. Nur an wenigen Stellen gibt es noch die typischen gemütlichen Hauseingänge mit Vorbau und Sitzgelegenheit. Die Bäume im Straßenverlauf kann man an wenigen Fingern abzählen.

Das soll sich nun, gut anderthalb Jahrzehnte nach Fertigstellung der Umgehungsstraße, ändern. Dazu fließen Mittel aus dem Stadterneuerungsprogramm. Die Stadt nutzt die Gelegenheit und lässt Ver- und Entsorgungsleitungen erneuern.

Dann folgt die Neugestaltung des Straßenraumes. Die Fahrbahnbreite soll künftig an den Ortseinfahrten noch 6,50 Meter betragen. Im Stadtkern zwischen Warburger Weg und Schildweg müssen für den Fahrzeugverkehr 5,50 Meter reichen. Die erlaubte Geschwindigkeit wird auf Tempo 30 reduziert und es bleibt viel Platz für Fußgänger und die Gestaltung der Hausvorplätze.

„An einigen Stellen werden sogar kleine Vorgärten möglich“, schwärmte die vom Magistrat beauftragte Susanne Engelns von der NHWohnstatt. Es werde unterschiedlich große Pflanzbeete geben, mal für eine Kletterrose, mal groß genug für einen Baum.

Die Gehwege sollen mit Betonpflaster, Marke „Cheops“ gestaltet werden. Die Traufsteinabgrenzung könne mit Grauwacke ausgeführt werden. Das Beleuchtungskonzept sei noch im Werden, berichtete Jutta Biermann.

Während die Fahrbahn an den Ortseingängen noch mit Bordsteinen vom Gehweg abgegrenzt wird, sollen im Kernbereich zwischen Schildweg und Warburger Weg Mischflächen Fahrbahn und Gehweg optisch trennen. Sie können von Rollatoren und Kinderwagen überquert werden, so die Planerin.

Baubeginn wird in diesem Jahr mit Wasser- und Kanalarbeiten aus Richtung Wrexen kommend sein. Der zweite Bauabschnitt 2020 erfasst den Bereich zwischen Warburger Weg und Schildweg. 2021 und 2022 sollen die Bauarbeiten in Richtung Rießen verlagert werden und zu einem guten Ende kommen.

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