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Millionenbeträge müssen in Diemelstadt in den kommenden Jahren verbaut werden

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Von: Elmar Schulten

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Der Ersatzbau für das Feuerwehrhaus in Helmighausen wird voraussichtlich teurer als 1,2 Millionen Euro.
Der Ersatzbau für das Feuerwehrhaus in Helmighausen wird voraussichtlich deutlich teurer als 1,2 Millionen Euro. © Elmar Schulten

Gewaltige Investitionen sind in den kommenden Jahren von der Stadt Diemelstadt zu stemmen. Das haben Bürgermeister Elmar Schröder und Bauamtsleiter Matthias Koch bei der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses aufgezeigt.

Diemelstadt - Unter der Überschrift „Wirkungsorientiertes Investitionsmangement“ hat der Bauamtsleiter sämtliche heute schon absehbaren Bau- und Sanierungsverpflichtungen für die kommenden sechs Jahre aufgelistet. Dabei reicht der Bogen von Kanalsanierungen, über den Bau neuer Wasserleitungen bis hin zu einer grundhaften Sanierung der Kläranlage Wrexen im Jahr 2028.

Ebenso berücksichtigt wurden die Anforderungen des Bedarfs- und Entwicklungsplans der Feuerwehr, der maßgeblich von den Forderungen der Unfallkasse Hessen bestimmt wird. Außerdem müssen städtische Straßen und Wege in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt und städtische Gebäude saniert werden.

Klimaschutzkonzept noch gar nicht berücksichtigt

Erschreckend hoch sind die Summen, die auf diese Weise zustandekommen und die Investitionspläne der kleinen Gemeinde in den kommenden Jahren maßgeblich bestimmen werden. Konkret werden im laufenden Jahr schon fünf Millionen Euro zum Erhalt und Ausbau der städtischen Infrastruktur verbaut. 2023 werden es 5,4 Millionen Euro sein, 2024 sind nach jetzigem Stand 3,4 Millionen Euro absehbar, 2025 könnten es 8,7 Millionen Euro sein, dann 2026 noch einmal 2,5 Millionen Euro, 2017 wieder 5,9 Millionen Euro und 2028 wegen der großen Kläranlage in Wrexen 8,4 Millionen Euro.

In diesen Beträgen seien Investitionen nach dem Dorferneuerungsprogramm (IKEK) und nach dem Klimaschutzkonzept noch gar nicht enthalten, so Schröder und Koch vor dem Haupt- und Finanzausschuss.

Hohe Anforderungen an Feuerwehrgebäude

Im Übrigen sei zu befürchten, dass die heute kalkulierten Zahlen schon bald nicht mehr aktuell seien. So sei für den Neubau des Feuerwehrhauses in Helmighausen ursprünglich ein Betrag von 1,2 Millionen Euro eingeplant gewesen. Jetzt stelle sich heraus, dass alleine die Planungen für das Gebäude und dessen technischer Ausstattung 300.000 Euro ausgegeben werden müssten.

So sei zu erwarten, dass die Baukosten für dieses eine Feuerwehrhaus am Ende bei zwei Millionen Euro liegen würden. Vom Land Hessen seien lediglich 200.000 Euro zu erwarten, obwohl der Neubau wegen der gestiegenen technischen Anforderungen des Landes erfolge.

Aus all diesen Zahlen ergebe sich, dass die Kommunalpolitik in Zukunft sehr genau zwischen Pflichtaufgaben und freiwilligen Aufgaben unterscheiden müsse. (Elmar Schulten)

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