Behördenvertreter und Flüchtlinge im Gespräch

Modellkommune Diemelstadt veranstaltet Informationsabend zur Flüchtlingsarbeit

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Zufriedene Gesichter am Ende des umfangreichen Informationsaustausches: Flüchtlinge und Behördenvertreter im Gespräch.

Diemelstadt. Vom Anerkennungsverfahren bis zum Familiennachzug reichten die Themen, die bei einem Informationsabend für Flüchtlinge und ehrenamtliche Betreuer angesprochen wurden.

Vier Stunden lang standen dabei die Vertreter der beteiligten Behörden sowie die Betreiber der Gemeinschaftsunterkünfte in Wrexen und Rhoden bereit. Seit dem vergangenen Jahr arbeitet Diemelstadt als Hessische Modellkommune intensiv daran, die Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen vor Ort bestmöglich zu unterstützen. 

Aktuell leben in Diemelstadt ca. 130 Flüchtlinge, vorrangig aus Ländern wie Syrien, Irak, Iran, Pakistan, Eritrea und Afghanistan, die in den Ortsteilen Wrexen, Wethen und Rhoden untergebracht sind. Rund 65 Flüchtlinge waren er Einladung zum Informationsabend gefolgt und nutzten die Gelegenheit, mit Unterstützung durch zwei Dolmetscher ihre Anliegen vorzutragen. 

Im Anschluss daran, nahmen die hauptamtlichen Vertreter zu den einzelnen Punkten Stellung und gaben, soweit möglich, rechtliche Informationen dazu. Viele Themen konnten direkt vor Ort geklärt werden und es zeigte sich erneut, vor welchen Hürden die Flüchtlinge, Ehrenamtlichen sowie die Behörden immer wieder stehen. 

Allerdings musste auch angesprochen werden, dass es auch Flüchtlinge gibt, denen es an der nötigen Bereitschaft fehlt, sich auf den Integrationsprozess sowie den anspruchsvollen Spracherwerb einzulassen. 

Bürgermeister Elmar Schröder nutzte die Gelegenheit, sehr deutlich darauf hinzuweisen, dass das Ankommen in einem neuen Land ohne Eigeninitiative und Motivation zwangsläufig scheitern wird. 

Vor allem ohne den zügigen Spracherwerb, werde die Integration massiv erschwert und auch eine baldige Arbeitsaufnahme, wie von vielen gewünscht, kaum zu realisieren sein. (r)

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