Diemelstadt reagiert

Nach Gewalttat von Volkmarsen: Sicherheitskonzepte für Festzüge werden erstellt

Nach der Gewalttat beim Rosenmontagszug in Volkmarsen mit über 120 Verletzten bereitet sich Diemelstadt mit neuen Sicherheitskonzepten auf Großveranstaltungen vor. 
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Nach der Gewalttat beim Rosenmontagszug in Volkmarsen mit über 120 Verletzten bereitet sich Diemelstadt mit neuen Sicherheitskonzepten auf Großveranstaltungen vor. 

Als Konsequenz aus der Amokfahrt mit über 120 Verletzten in Volkmarsen werden in Diemelstadt Sicherheitskonzepte für die künftigen Feste erstellt.

Diemelstadt – Als Konsequenz aus der Amokfahrt mit über 120 Verletzten beim Rosenmontagsumzug in Volkmarsen werden in Diemelstadt Sicherheitskonzepte für die künftigen Feste erstellt. Das erklärte Bürgermeister Elmar Schröder bei der Generalversammlung der Feuerwehren.

Die Verantwortung für die Sicherheit liege beim Bürgermeister. In Absprache mit der Polizei, mit Feuerwehren und Rettungsdiensten würden unter anderem für die Festzüge in Rhoden (Schützenfest, Viehmarkt), Neudorf und Helmighausen, aber auch für den Karnevalsfestzug in Wrexen Sicherheitsregelungen vereinbart.

Das reicht nach Auskunft von Schröder von der detaillierten Beschreibung der Festverläufe mit Karten und Abbildung von Fluchtwegen über die Sperrung von Hauptverkehrsstraßen, die Ausweisung von Fluchtwegen und Anlaufstellen bis hin zu Begleitern der Motivwagen beim Umzug in Wrexen. 

Diemelstadt: Sicherheitskonzept für das Drachenfest auf dem Quast seit 2019

Bereits im vorigen Jahr hat die Stadt ein Sicherheitskonzept für das Drachenfest auf dem Quast erstellt, zu dem jährlich 5000 Besucher fahren. Eine Basis bilde der Leitfaden des Landes. „Wenn wir nach Volkmarsen nichts machen, dann wird im Falle eines Falles jemand von der Staatsanwalt zur Verantwortung gezogen“, sagte Schröder. Eine 100-prozentige Sicherheit gebe es trotz aller Bemühungen nicht. Es gebe jedoch auch keinen Grund zur Panik.

Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick, Stadtbrandinspektor Volker Weymann und Bürgermeister Schröder lobten den Einsatz der Helfer und das besonnene Vorgehen der Feuerwehrkameraden nach der Gewalttat in Volkmarsen.

So etwas Schlimmes habe er in den 20 Jahren seiner Tätigkeit nicht erlebt, schilderte Biederbick seine Eindrücke aus Volkmarsen. Bei der Tat seien auch Feuerwehrleute verletzt worden, die aber inzwischen wieder daheim seien, sagte Biederbick.

Während Knochenbrüche heilten, hielten psychische Belastungen häufig länger an. Er ermunterte Feuerwehrleute, die von der Unfallkasse finanzierte Hilfe durch Psychotherapeuten bei Bedarf anzufordern.

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