Diemelstadt plant außerdem ein neues Industriegebiet

Neuer SVG-Rasthof mit 158 Lkw-Stellplätzen an Autobahnauffahrt Diemelstadt geplant

Lageplan des neuen SVG-Rasthofes mit angrenzendem Industriegebiet an der Autobahnauffahrt Diemelstadt. Geplant sind eine Tankstelle, Rasthof, Hotel und Schnellrestaurant sowie 158 Lkw-Stellplätze.
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Lageplan des neuen SVG-Rasthofes mit angrenzendem Industriegebiet an der Autobahnauffahrt Diemelstadt. Geplant sind eine Tankstelle, Rasthof, Hotel und Schnellrestaurant sowie 158 Lkw-Stellplätze.

Nach sieben langen Jahren Vorlauf scheint es nun endlich voranzugehen mit dem Bebauungsplan “Gewerbepark Steinmühle“: Konkret geht es dabei um den Neubau eines modernen SVG-Rasthofes an der Autobahnauffahrt sowie eines angrenzenden Industriegebietes.

Diemelstadt - Bei der nächsten Sitzung des Stadtparlamentes am 3. September könnte der Entwurf des Bebauungsplanes beschlossen werden. Damit bekommen die Träger öffentlicher Belange die Gelegenheit, Stellungnahmen abzugeben. Das hat der Haupt- und Finanzausschuss bei seiner jüngsten Sitzung empfohlen.

Der Bebauungsplanentwurf sieht die Neugestaltung einer rund 20 Hektar großen Fläche zwischen Steinmühle und Autobahnauffahrt vor. Das historische Gebäude der Steinmühle selbst bleibt von der Umgestaltung ausgeschlossen.

Ruheplatz für Brummifahrer

Die Straßenverkehrsgenossenschaft (SVG) will dort vor allem eine Rast- und Übernachtungsmöglichkeit für 158 Lastwagenfahrer schaffen. Dazu gehören auch eine große Tankstelle mit Waschanlage, ein Hotel und ein Schnellrestaurant

Die zweite Hälfte des Areals soll als Industriefläche ausgewiesen werden. Noch ist allerdings nicht klar, ob hier nur ein großes Unternehmen angesiedelt werden kann oder mehrere kleine. Entsprechend flexibel soll der Bebauungsplan formuliert werden.

Eingriff in die Natur muss ausgeglichen werden

Sehr konkret aber muss der naturschutzrechtliche Ausgleich für den Eingriff in die Naturflächen geregelt werden: Planer Detlef Schmidt vom Büro Freiraum und Landschaftsplanung erläuterte im Haupt- und Finanzausschuss, wie der derzeitige Biotopwert dem künftigen Biotopwert gegenübergestellt werden muss. Die Differenz ist vom Bauherrn auszugleichen. ein Großteil der Ausgleichsmaßnahmen wird in Form von Anpflanzungen im Bereich des Bebauungsplan erfolgen.

Es bleiben jedoch noch rund eine Million Biotopwertpunkt im Wert von je etwa 40 Cent, die am Ende in Geldzahlungen zur Aufforstung auszugleichen sind.

Zwei Regenüberlaufbecken

Ein weiteres wichtiges Detail der Planung ist der Umgang mit dem Regenwasser auf den riesigen Parkplatzflächen. Um die Wassermengen nicht unmittelbar ins Kanalnetz leiten zu müssen, was damit überlastet würde, sind zwei große Regenüberlaufbecken im Bereich des SVG-Rastplatzes eingeplant. (Elmar Schulten)

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