Nach Großbrand in Mengeringhausen Neuansiedlung erwogen

Pläne: Sägewerk auf dem alten Holzhof bei Rhoden neu aufbauen

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Ein Sägewerk soll auf dem ehemaligen Holzhof Rhoden errichtet werden. Der Bad Arolser Unternehmer sucht nach Großbrand neues Betriebsgelände.

Diemelstadt-Rhoden – Neubaupläne auf dem ehemaligen Holzhof Rhoden schmiedet ein Bad Arolser Investor. Der Eigentümer des von einem Großbrand zerstörten Sägewerks in Mengeringhausen hat bei der Stadt Diemelstadt nachgefragt, nun soll der Bebauungsplan kurzfristig geändert werden.

Der in den 90-er Jahren aufgestellte Bebauungsplan war nach der Auflösung des Holzhofes vor gut zehn Jahren mit dem Ziel geändert worden, dort eine Biogasanlage zu bauen und die Abwärme für eine ebenfalls dort geplante Shrimpszucht-Anlage zu nutzen. Die Investoren haben die Pläne zurückgezogen.

Neubau notwendig

Nun zeichnet sich eine realistische Chance ab, dass das verwaiste Gelände im Eigentum der Waldeckischen Domanialverwaltung wieder für Zwecke der Holzverarbeitung genutzt wird.

Nach dem Brand des Sägewerks an der Bundesstraße 252 bei Mengeringhausen Anfang Oktober 2018 musste der Eigentümer neu anfangen. So mussten speziell angefertigte Maschinen bestellt werden. Zudem zeichnete sich ab, dass ein neuer Standort gefunden werden musste-

Gespräche mit weiteren Kommunen

Dabei sprach der Betreiber auch den Magistrat in Diemelstadt an, wie Bürgermeister Elmar Schröder in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstagabend erklärte. „Der Investor spricht auch mit anderen Kommunen“, fügte er hinzu. „Die Stadt, aus der er kommt, hat das erste Wort“, versicherte Schröder.

Ziel sei es, das Unternehmen in Nordwaldeck zu halten. Der Investor könne auch ins angrenzende Nordrhein-Westfalen gehen. „Wir haben alles getan, ohne einer anderen Kommune in die Quere zu kommen“, bekräftigte er.

Am Anfang der Planung

Nach Auskunft des Landschaftsplaners Detlef Schmidt aus Grebenstein bekommen zunächst bei einem Scoping-Termin im März alle an der Änderung des Bebauungsplanes beteiligten Behörden die Gelegenheit, ihre Anregungen vorzutragen. Geplant sei eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. „Wir stehen erst ganz am Anfang eines Verfahrens“, so Schmidt.

Dabei werde mit Hessen Mobil abgeklärt, welche verkehrstechnischen und -regelnden Maßnahmen in dem Bereich der Kreisstraße 8 notwendig seien, antworte auf Fragen aus dem Ausschuss.

Holzhof steht bereit

Das bituminös befestigte Gelände des ehemaligen Holzhofes biete nach Auskunft des Magistrats alle Voraussetzungen für das geplante Sägewerk. Geplant ist auf dem Gelände auch ein betriebsinternes Wohngebäude, so Schmidt im Ausschuss. Das Areal solle ringsum eingezäunt werden.  ah

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