Sommertour von MdL Schwarz führt ins Diemelsträdter Rathaus

Platz für mehr Wohnqualität in der Rhoder Altstadt

+
Ortstermin in der Rhoder Landstraße: Landtagsabgeordneter Armin Schwarz (zweiter von rechts) war zu Gast bei Bürgermeister Elmar Schröder (Mitte), der über die geplante Umgestaltung informierte.  

Diemelstadt-Rhoden. Der seit Fertigstellung der Umgehungsstraße diskutierte Rückbau der alten Bundesstraße in der Ortsdurchfahrt von Rhoden kommt nun endlich in Gang. Möglich macht dies das Förderprogramm „städtebaulicher Denkmalschutz“.

Über die Details informierte sich der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz bei einem Ortstermin im Rahmen seiner Sommertour. Die Landesregierung habe sich auf die Fahnen geschrieben, den ländlichen Raum zu stärken. Das geschehe unter anderem auch mit dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“, bei dem die Kosten zwischen Bund, Land und Gemeinde gedrittelt werden.

Bürgermeister Elmar Schröder berichtete, dass Rhoden durch die einfache Stadtsanierung bis Ende 2006, die Stadtsanierung in den Jahren 2007 und 2008 sowie durch den städtebaulichen Denkmalschutz seit 2009 bereits in den Genuss von Fördermitteln in Höhe von 4,8 Millionen Euro gekommen sei. Mit dem Geld wurden unter anderem der Schlossplatz neu gestaltet, mehrere Häuser am Burggraben abgerissen und die Stadthalle saniert. Private Bauherren wurden alleine mit 1,1 Millionen Euro gefördert.

Zum Ende der Förderung habe sich die Frage gestellt, ob als letztes das Rathaus saniert oder die Landstraße zurückgebaut werden sollten. Dann habe sich die Chance ergeben, sowohl die Straße zu erneuern, als auch kleinere Sanierungsmaßnahmen am Rathaus vorzunehmen.

Größte Baustelle bleibe nun bis Ende 2022 die Landstraße. Auf einer Länge von 900 Metern müssen die stark verkalkten Wasserleitungen erneuert, neue Abwasserkanäle verlegt und der Straßenraum neu geordnet werden.

Über Jahrzehnte hatte hier nur der Schwerverkehr der Bundesstraße B 252 die Notwendigkeiten vorgegeben. Nun soll die Straße an den beiden Einfahrten auf 6,50 Meter reduziert werden. Das Straßenstück, das durch die Altstadt führt, soll sogar auf 5,55 Meter eingeengt werden. Dadurch entsteht viel zusätzlicher Raum, der von den Anliegern der Straße für Vorgärten, Treppenanlagen oder Ähnliches genutzt werden kann.

Bei einer ersten Bürgerbeteiligung wurden Ideen zur Gestaltung der öffentlichen Plätze gesammelt. Konkret sollen der Platz am Ehrenmal mit dem in Vergessenheit geratenen Kump ebenso bürgerfreundlich umgestaltet werden wie der Vorplatz vor dem Dorfgemeinschaftshaus. Diese Plätze werden erst gegen Ende der Baumaßnahme in Angriff genommen, sodass die Bürger noch viel zeit haben, sich Gedanken zur Neugestaltung zu machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare