Nächtlicher Brandeinsatz in Wrexen

Rauch im Treppenhaus: Vier Bewohner mit Rauchgasvergiftung im Krankenhaus 

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Nächtlicher Rettungseinsatz in Wrexen: Fünf Bewohner mit Rauchgasvergiftung im Krankenhaus, fünf mussten im Dorfgemeinschaftshaus untergebracht werden.

Brennende Wäsche auf einer Wäschespinne hat in der Nacht zum Donnerstag einen Feuerwehreinsatz im Flüchtlingswohnheim in der Wrexer Ortsmitte ausgelöst.

Diemelstadt-Wrexen.  Starker Rauch hatte das Treppenhaus verqualmt, so dass die Feuerwehr alarmiert wurde, um Schlafende zu retten. Beim Eintreffen der Feuerwehr, die nur wenige Meter entfernt ihren Stützpunkt hat, stellte sich jedoch heraus, dass sich die Bewohner des Hauses schon selber auf die Straße gerettet und das Feuer gelöscht hatten. 

So kümmerte sich das Löschteam um Stadtbrandinspektor Volker Weymann um das Lüften der Räume. Mehrere Notärzte und die Besatzungen von Rettungswagen aus Bad Arolsen, Marsberg und Warburg kümmerten sich um die Bewohner und entscheiden, dass vier von ihnen vorsorglich mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser gebracht wurden.

Fünf weitere Bewohner, darunter ein Kind, deren Wohnungen wegen des starken Rauchgeruchs vorläufig nicht betreten werden sollten, wurden von Bürgermeister Elmar Schröder im Haus des Gastes untergebracht, wo sich Helfer des Deutschen Roten Kreuzes aus Rhoden und Ehringen um sie kümmerten. 

Im Laufe des Donnerstag sollte darüber entschieden werden, ob und wann die verqualmten Räume wieder bezogen werden können. 

Die Polizei nahm die Brandermittlungen auf.   In einer Mitteilung der Polizei ist von brennenden Wäschstücken auf  einem Wäscheständer die Rede. Die Bewohner selbst hatten das Feuer bemerkt und mehrmals Löschversuche unternommen, bis das Feuer eingedämmt werden konnte.

Nach ersten Ermittlungen der Polizei wird eine Fahrlässigkeit als Brandursache nicht ausgeschlossen. Weitere Ermittlungen werden heute durch die Brandermittler der Kriminalpolizei Korbach geführt. Der Schaden durch die Verrußung des Gebäudes und die Löscharbeiten wurde auf etwa 10.000 Euro geschätzt. (112-magazin/es)

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