Kosten für Aufsicht fressen Vereinsfinanzen auf

Rettungsaktion für Rhoder Freibad

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Der Vorstand des Walmedbad-Fördervereins in Rhoden, v.l.: Helmut Oxe, Doris Dinger-Pawelzig, Heidi Polzer, Erika Melcher, Birgit Bracht, Helmut Butterweck, Dieter Prozeller, Kerstin Heinemann, Richard Klaus und Thomas Pieper.

 Die Euphorie der Walmebad-Freunde in Rhoden hat einen Dämpfer bekommen: Die Energie Waldeck-Frankenberg will mehr Geld für das Bereitstellen der Badeaufsicht.

Damit wären die Vereinsmittel in eineinhalb Jahren aufgebraucht. Hier ist guter Rat teuer und Kreativität gefragt, wie Vorstandsmitglied Klaus Heinemann dazu anmerkt.

Der Vorstand bemüht sich um einen Fortbestand des Badebetriebes im Walmebad und erhielt dafür den Auftrag aus der Versammlung heraus, nach Lösungen zu suchen.

Völlig offen ist noch, wie der Betrieb in der Saison 2016 funktionieren wird: eine Teilabdeckung durch die EWF, unterstützt durch ehrenamtliche DLRG-Kräfte könnte ein Weg sein. Alternativen werden geprüft.

Um eine Beitragserhöhung sowie eine Anpassung der Eintrittspreise an das Nachbarbad in Wrexen komme der Verein nicht herum, bedauert der Vorstand. Die Anhebungen wurden von der Versammlung einstimmig beschlossen.

Mitgliederwerbung und Sponsorensuche nach dem Motto „Rettet das Walmebad“ sollen helfen, den Weiterbetrieb zu sichern. Eine Kürzung der Öffnungszeiten, wie das Beenden des beliebten Spätschwimmens außerhalb der Ferienzeiten, dürfe kein Tabu sein: „Harte Einschnitte, die aber nicht zu vermeiden sind.“

 Auch die kommunalen und Kreisgremien wird der Verein um Hilfe bitten und in die Verantwortung nehmen, denn, so Vorsitzender Helmut Butterweck unter lautem Applaus der Anwesenden, „mit seinem breiten Angebot für Jung und Alt ist das Walmebad Teil der familienfreundlichen Diemelstadt und darf nicht sterben!“

2016 werde zum Jahr der Entscheidungen in der langen Tradition des Rhoder Freibads: können neue Wege für die Badeaufsicht gefunden werden oder ist der Freibadbetrieb, der elf Jahre lang allein durch ehrenamtliches Engagement aufrechterhalten werden konnte, nach 2016 am Ende?

Eine positive Bilanz der Badesaison 2015 zog Butterweck in der Jahreshauptversammlung:. Obwohl das Bad aufgrund von technischen Problemen erst Mitte Juni geöffnet werden konnte und über die heißen Schützenfesttage im Juli nur für die Frühschwimmer geöffnet war, konnten mehr als 9000 Besucher gezählt werden.

Der Zustand des Bades ist gut: Becken, Technik, Außenanlagen und Kioskgebäude wurden in den vergangenen elf Jahren renoviert und mit vielen Neuerungen versehen. 

 Die Sommersaison wird mit Gottesdienst und Brunch zum Muttertag am 8. Mai gestartet. Auf den Sprung ins Wasser müssen die Schimmbadfreunde noch etwas warten, da die Mainächte erfahrungsgemäß noch kalt und damit die Energieverluste über Nacht zu hoch sind.  Daher soll der Badebetrieb voraussichtlich erst am 27. Mai beginnen.  (r)

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