Besuch am Jahrestag der Befreiung

Rhoder Schüler erleben Gedenkstätte Buchenwald

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Rhoder Schüler besuchen Gedenkstätte Buchenwald.

Diemelstadt-Rhoden. Schüler der Klasse 9 H der Schlossberg-Schule besuchten mit ihrer Lehrerin Renate Walprecht die KZ-Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar. Dabei nahmen sie auch an der Gedenkveranstaltung zum Befreiungstag vor wenigen Tagen teil.

Schüler und die Lehrerin schildern, wie sie die Gedenkstätte, wie sie die Berichte über die Nazi-Geschichte wahrgenommen haben. Die Geschichte des Konzentrationslagers „ist ein Teil unserer Geschichte, die Erinnerung müssen wir bewahren, auch wenn es bald keine Zeitzeugen mehr gibt.“

Darum ist Erinnerung wichtig

 Es sei wichtig, zu lernen, was damals passiert ist, damit „so etwas nicht noch einmal passieren“ könne. Schließlich seien die Schüler später als Erwachsene an wichtigen politischen Entscheidungen beteiligt und könnten dazu beitragen, dass sich Geschichte nicht wiederhole.

 Wie schlimm es im KZ Buchenwald war, das hatten die Rhoder Schüler bei dem Besuch erfahren. „Man kann auf Bildern nicht sehen, wie sich früher die Menschen fühlten, man kann sich besser in die Lage versetzten wenn man vor Ort ist“, schreiben die Jugendlichen Buchenwald zeige: „Jeder Mensch hat das gleiche Recht zu leben und seine Meinung zu sagen.“

So litten die Insassen

 Ihre Eindrücke schildern die Schüler und ihre Lehrerin. Dennis Scholz: „Die Häftlinge wurden bereits bei ihrer Ankunft erniedrigt. Auch das Leben in Haft war unglaublich brutal und unmenschlich. Sie waren nichts anderes als Abschaum und billige Arbeitskräfte. Das finde ich sehr schlimm und traurig.“ 

Cedric Koll: „Für mich ist in Buchenwald alles erschreckend. Ich habe jetzt eine ganz andere Sicht auf das Thema.“ Renate Walprecht: „Die Gedenkveranstaltung zum Befreiungstag war sehr ergreifend. Gemeinsam mit Überlebenden und Angehörigen der Opfer zu gedenken und den Wunsch nach Frieden und Freiheit für alle zu unterstützen, hat mich sehr bewegt.“ 

Das  macht Besuch wichtig

Emily Kappe: „Es gab Orte, an denen ich mich ziemlich traurig gefühlt habe. Ich hatte Mitleid. Über die Befreiung habe ich mich gefreut.“ Cora Röger: „Ich würde einen Besuch der Gedenkstätte weiter empfehlen, weil man sich dann viel besser vorstellen kann, wie grausam die SS die Gefangenen behandelt hat.“ 

Anna-Lena Rabe und Robin Faber: „Die Biografie von Rolf Krolowitz hat mich besonders beeindruckt. Rolf Krolowitz war ohne Brille fast blind. Seine Brille ging kaputt, was eigentlich sein Todesurteil war. Ohne sie konnte er nicht arbeiten. Gerettet wurde er, weil er sich in der Zeit ohne Brille in der Krankenstation aufhalten durfte.“

Warum wurde weggeschaut?

 Lena Hage schreibt: „Ich habe kein Verständnis dafür, dass so viele Menschen einfach weggeschaut haben, was hier passiert. Das geht doch nicht!“ 

Buchenwald war ein Konzentrationslager. Dorthin wurden Menschen verschleppt, die nicht zur Volksgemeinschaft gehören sollten. Bei der Ankunft bekamen sie eine Nummer und einen farbigen Winkel zur Markierung und Wiedererkennung.

Häftlinge als Zwangsarbeiter

 Die sogenannten Homosexuellen haben einen rosa Winkel bekommen, die sogenannten Politischen oder Andersdenkenden haben einen roten Winkel bekommen. Häftlinge wurden von der SS zur Zwangsarbeit im Steinbruch und in der Waffenfabrik eingeteilt und mussten dort bis zu 14 Stunden täglich unfreiwillig arbeiten. Buchenwald war ein Männerlager. 

Aber in seinen Außenlagern, eines davon bestand in der damaligen Kaserne, mussten auch 25 000 Frauen und Mädchen arbeiten. 

Sie wurden getötet

56 000 Männer, Frauen und Kinder wurden getötet Am 11. April 1945 um 15.15 Uhr haben die amerikanischen Truppen die Menschen aus dem Lager befreit. 21 000 haben überlebt. Heute ist Buchenwald eine Gedenkstätte. (r)

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