WLZ-Serie: "Rettet den Vorgarten" - Familie Schmidt macht mit

Rosen zieren Fachwerk in Dehausen

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Blütenrausch: Der Vorgarten von Erika und Karl Schmidt in Dehausen lädt mit Kletterrosen zum Schauen ein.

Rosen und Weinranken zieren das Fachwerkhaus von Erika und Karl Schmidt in Dehausen. Seit über 50 Jahren begrüßt das Ehepaar seine Gäste mit Kletterrosen.

Rosen zählten früher zu den bekanntesten Heilpflanzen; im Pflanzenverzeichnis „Capitulare“ Karls des Großen waren sie aufgenommen, weil ihr Anwendungsgebiet so vielfältig war. Hundsrosen, Essigrosen oder Zentifolien waren die typischen Vertreterinnen in den Bauerngärten, und sie bekamen ob ihrer Schönheit eine Einzelstellung.

Ebenfalls einen Solitärplatz haben die Rosen von Erika und Karl Schmidt aus Dehausen vor einigen Jahrzehnten erhalten: Sie wurden an das Fachwerkhaus gepflanzt, wo sie Halt und Schutz haben – und ihre prächtige Wirkung auf den Betrachter voll entfalten können. Wie die roten Kletterrosen heißen, weiß das Ehepaar nicht, denn sie waren bereits gepflanzt, als Schmidts im Winter 1967 nach Dehausen kamen und das Haus übernahmen. Seitdem blühen die Rosen jedes Jahr. „Im Frühjahr nach den letzten starken Frösten schneide ich sie, und nehme zu lange Triebe heraus“, erklärt Karl Schmidt. „Einen alten, vertrockneten Weinstock haben wir an der Hausecke stehen lassen, dort findet die Rose gut Halt“,sagt der Dehäuser.

Bei Wettbewerben gut angekommen 

Passend zu den Rosen schmückt Erika Schmidt den Eingangsbereich und ein darüber liegendes Fenster mit roten Hängegeranien. Die linke Seite des Hauses schmückt ein Weinstock, „den pflege ich auch regelmäßig, damit er gesund wächst. Im Herbst trägt er süße Früchte“, die gern von Insekten gefressen werden. Für den Beet-Schmuck ist Erika Schmidt zuständig: Steinkraut, das sich zuverlässig immer wieder selbst aussät, und Zinnien, die zwar einjährig sind, aber eine lange Blütezeit haben, zieren den Vorgarten ebenso wie Löwenmäulchen, Rudbekia und weitere Rosen.

Erika und Karl Schmidt sind beide bereits 80 Jahre alt, aber ihren Vorgarten freundlich und ansehnlich zu halten, ist ihnen immer noch wichtig. „Es geht uns aber auch der Junior zur Hand, der sich ebenfalls an den Blumen erfreut“, sagt Karl Schmidt und erklärt weiter: „In Dehausen setzt die ganz überwiegende Mehrheit auf schöne Vorgärten, auch bei Wettbewerben sind unsere Bepflanzungen immer gut angekommen“, erinnert der 80-Jährige, dass jeder Gartenbesitzer etwas gegen das Insektensterben beitragen könne.

Hinter dem Haus führen Erika und Karl Schmidt noch einen Gemüse- und einen Hühnergarten – das Gärtnern hält die beiden jung.

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