Neues Technikgebäude nicht vorrangig

Teure Sanierung im Freibad von Wrexen muss warten

Das Technikgebäude am Steinbergbad in Wrexen stammt aus den 60er Jahren und muss nun irgendwann saniert werden.
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Das Technikgebäude am Steinbergbad in Wrexen stammt aus den 60er Jahren und muss nun irgendwann saniert werden.

Das Technikgebäude am Steinbergbad Wrexen müsste saniert werden, die Baumaßnahme wird aber wegen der Kosten zurückgestellt.

Diemelstadt-Wrexen – Risse im Mauerwerk, aufsteigende Feuchtigkeit und veraltete Technik. Das sind Stichworte, die den baulichen Zustand des 55 Jahre alten Technikgebäudes am Wrexer Steinbergbad beschrieben. Während die Becken des Freibades 2009 mit Edelstahl in einen modernen Zustand versetzt worden waren, hatte man aus Kostengründen am Technikgebäude nur kosmetische Verbesserungen vorgenommen.

Machbarkeitsstudie

Deshalb hat der Magistrat nun eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, um die Kosten für einen Um- oder Neubau zu ermitteln. Die Studie des Korbacher Planungsbüros Klabunde und Egert wurde in der vergangenen Woche im Stadtparlament vorgestellt. Mit dabei war ein Mitarbeiter des auf Schwimmbadtechnik spezialisierten Ingenieurbüros energatec aus Nesseltal. Der berichtete, dass der vorhandene 530-Kilowatt-Gaskessel von 1991 zwar noch zuverlässig arbeite.

Dennoch gebe es heute effektivere Kessel. Ähnliches gelte für den Vakuum-Anschwemmfilter zur Wasserreinigung. Der Filter funktioniere noch. Mittelfristig müssten allerdings die Filtertücher erneuert werden.

Das sind die Kosten

Die Planer haben in Ihrem Gutachten die notwendigen Kosten für eine Sanierung des Technikgebäudes im Bestand ermittelt und sind dabei auf voraussichtliche Kosten von rund 900 000 Euro gelangt.

Der Neubau eines modernen Technikgebäudes mit Umkleideräumen, Föhn- und Wickelbereich sowie einer modernen technischen Ausstattung würde rund 1,5 Millionen Euro Kosten. Dazu könnte die Stadt einen Zuschuss aus dem Swim-Programm des Landes von maximal 100 000 Euro beantragen.

Wichtigere Aufgaben erfüllen

Bei der anschließenden Diskussion ging es um die Frage, ob dieser Förderantrag jetzt zeitnah gestellt werden solle oder nicht. Dabei wies Bürgermeister Elmar Schröder unmissverständlich darauf hin, dass die Diemelstadt mit den anstehenden Investitionen in die Feuerwehrausstattung, Kanalsanierungen und Straßenreparaturen auf Jahre hinaus wichtigere Aufgaben zu erfüllen habe.

Auf Nachfrage bekräftigte auch Wolfgang Wilhelm, der Geschäftsführer der Bäderbetriebsgesellschaft Korbach, der auch das Freibad Wrexen im Auftrag der Stadt Diemelstadt betreibt: „Die Wasserqualität ist okay. Das Becken von 2009 ist in gutem Zustand. Allerdings sind die Sanitäranlagen im alten Technikgebäude wenig ansprechend. Aktuell besteht kein akuter Handlungsbedarf.“ (Elmar Schulten)

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