Wrexer Brandserie reißt nicht ab

Schon wieder Brandstiftung, schon wieder Rundballen vom selben Landwirt

- Sollte noch Beweis gefehlt haben, dass das Feuer in der Nacht zum vergangenen Montag gelegt wurde, so ist dieser nun erbracht: In der Nacht zum heutigen Sonntag (30. August) standen wieder Rundballen vom selben Wrexer Landwirt in Flammen.

Um 3.39 Uhr wurden die Rhoder und Wrexer Feuerwehr erneut alarmiert, weil Strohballen am Ortsrand von Wrexen brannten. Diesmal hatte sich der Brandstifter nicht mehr direkt an den Aussiedlerhof heran getraut, sondern stattdessen eine Zeile mit etwa 100 Rundballen angezündet, die sich unmittelbar an der Bundesstraße B 252 auf halber Höhe zwischen Rhoden und Scherfede befanden.

Das Problem für die Einsatzkräfte bestand wie beim Einsatz vom vergangenen Montag darin, genügend Wasser herbeizuschaffen. Dazu wurde diesmal keine Schlauchleitung verlegt, sondern Tanker eingesetzt.

Die Tanklöschfahrzeuge aus Rhoden, Wrexen, Bad Arolsen, Scherfede und Warburg pendelten zwischen dem Hydranten am SVG-Hof und der Brandstelle mehrfach hin und her.

Der geschädigte Landwirt setzt erneut seinen Bagger ein, um die brennenden Rundballen von den nicht brennenden zu trennen. Als die zu geschaffene Schneise schließlich groß genug war, entschieden sich der Landwirt und der Rhoder Wehrführer Florian Kistner dazu, den brennenden Haufen kontrolliert abbrennen zu lassen.

Dazu setzt die Bad Arolser Feuerwehr unter Leitung von Wehrführer Gordon Kahlhöfer einen Hochdrucklüfter ein, der dem Feuer den nötigen Sauerstoff in großer Menge zuführte.

In der Zwischenzeit kam die Meldung, dass es auch am Aussiedlerhof wieder angefangen habe zu brennen. Eine zeitlang blieb unklar, ob es sich dabei um einen neuen Brand oder ein um ein erneut aufflackerndes Feuer der vor Tagen abgelöschten Rundballen handelte.

Die Nachschau der Wrexer Feuerwehr ergab, dass es sich um einen falschen Alarm gehandelt hatte, der dichte Nebel hatte den Feuerschein von der Bundesstraße B 252 hatte für Anwohner am Ortsrand von Wrexen einen falschen Eindruck ergeben. - Zum Glück!

Für den betroffenen Landwirt bleibt nun jedoch die Unsicherheit, was als nächstes passieren mag. In den vergangenen Tagen war die Feuerwehr immer wieder bei ihm auf dem Hof, um erneut aufflackernde Rundballen, die eigentlich als abgelöscht galten, erneut zu löschen.

Am vergangenen Montag waren zwischen 500 und 600 Rundballen im Wert von je etwa 40 Euro ein Raub der Flammen geworden. Diesmal brannten etwa weitere 60 Rundballen an der Bundesstraße. Etwa 40 konnten gesichert werden. (Elmar Schulten)

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