Im zweiten Anlauf neuen Termin gefunden: 15. bis 18. Juli 2022

Schützen in Rhoden zeigen nach Absage ihres Heimatfestes Flagge 

Das Rhoder Silberkönigspaar Elfriede und Harald Grineisen (Mitte) , das amtierende Königspaar Silvia und Günter Gr ineisen (rechts) und das Kinderkönigspaar Antonia Kern und Nils Heinemann beim Mini-Heimatfest. Foto: Armin Haß

Diemelstadt-Rhoden – Die Rhoden Schützen zeigten Flagge an dem Wochenende, an dem sie  ihr Heimatfest feiern wollten - und sie verkündeten den Alternativtermin nach der corona-bedingten Absage im Frühjahr und der Verschiebung eines Ersatztermins wegen der Bauarbeiten in der Landstraße.

„Wir verstecken uns nicht, wir zeigen Flagge“, erklärte der Vorsitzende der Schützengesellschaft 1560 Rhoden, Reinhold Polzer. Die Schützen trafen sich zu einer „schutzmaßnahmenkonformen Kleinstveranstaltung“, wie Polzer vor den überwiegend uniformierten und kostümierten Schützenbrüdern und -schwestern, darunter Schützenkönig Günter Grineisen und seine Gemahlin Silvia sowie das Kinderkönigspaar Nils Heinemann und Antonia Kern..

Wichtiger Beschluss

Der Vorstand beschloss am Freitag einstimmig, das Heimatfest vom 15. bis 18. Juli 2022 zu feiern. Von der Stadt gebe es nach einem Ortstermin mit Vorstand, Magistrat und Vertretern der Baufirmen die Zusage, dass dann auch die Baustelle Landstraße abgeschlossen sei. Das hätte den Vorteil gegenüber einem früheren Termin im kommenden Jahr, dass sich Festzuggruppen nicht um Baustellen herumquälen müssten.

Rhoder Schützen-Musikkorps spielte bei der Alternativveranstaltung der Schützen auf. Foto: Armin Haß

Gegenüber der WLZ erklärte Bürgermeister Elmar Schröder am Sonntag, „die monatelange kontroverse Diskussion“ habe zu einem guten Ergebnis geführt. Ein Schützenfest auf einer Großbaustelle „wäre 2021 kaum gefahrlos vorstellbar gewesen.“ Beim Schützenfest im Juli 2022 werde sich Rhoden „mit saniertem Schloss und Stadtkeller und einer wunderschönen neuen Landstraße allen Gästen feierlich präsentieren.“

Optimistische Schützen

Optimistisch äußerte sich Vorsitzender Polzer am Samstag: „Von heute an sind es bloß noch 741 Tage.“ Bei der Feier zeichnete er das Silberkönigspaar Harald und Elfriede Grineisen mit Ehrennadeln aus. Zudem bekamen die beiden Königinnen Blumensträuße.

Verbindung halten durch den „Schützengruß“ in Form eines Präsentes für Schützenbrüder. Foto: Armin Haß

Erinnert wurde am Geschäft Okel an das Schützenkönigspaar Walter und Luise Okel. Beide hatten vor 40 Jahren die Regentschaft inne, sind inzwischen verstorben.

Kanonendonner

Flaggen mit dem Waldecker Stern oder dem Wappen von Rhoden schmückten Häuser in Rhoden. Abordnungen verschiedener Gruppen zogen durch den Ort, um den „Schützengruß“ in Form einer Kiste Westheimer Bier kontaktlos vor den Häusern von Schützenbrüdern zu entbieten. Im Rahmen der Zusammenkunft des Vorstandes legte eine Abordnung auf dem Friedhof einen Kranz zu Ehren der Verstorbenen nieder.

Drei Kanonenböller symbolisierten zudem, dass die Schützen sich nicht unterkriegen lassen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare