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Betreuung in Kindergärten von Diemelstadt durch eine Testpflicht sicherstellen

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Von: Armin Haß

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Der Kindergarten Wrexen wurde für die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren umgebaut. Auf dem Archivfoto Februar 2016 sind die die Erzieherinnen Silke Platschek und Nadine Lucht sowie Kita-Leiterin Heidemarie Friele (links) und Bürgermeister Elmar Schröder mit U3-Kindern zu sehen.
Der Kindergarten Wrexen wurde für die Betreuung von Kleinkindern unter drei Jahren umgebaut. Auf dem Archivfoto Februar 2016 sind die die Erzieherinnen Silke Platschek und Nadine Lucht sowie Kita-Leiterin Heidemarie Friele (links) und Bürgermeister Elmar Schröder mit U3-Kindern zu sehen. © Elmar Schulten

Die Stadt Diemelstadt will die Betreuung in den Kindergärten in Rhoden und Wrexen - so weit wie unter den Pandemie-Bedingungen möglich - anbieten. Der Magistrat appelliert an das Land, eine Testpflicht einzuführen.

Diemelstadt – Dazu Bürgermeister Elmar Schröder: „Die große Bereitschaft nahezu aller Eltern an den Testungen teilzunehmen, hat mich für unsere Kindertagesstätten sehr gefreut, denn nur über eine konsequente Dokumentation der drei Testungen pro Woche können die Entscheidungen zur Quarantäne oder Gruppenschließung optimal beurteilt werden.

Testpflicht hilfreich

Daher wäre eine Testpflicht, die das Land Hessen aussprechen müsste, in Verbindung mit dem Auftrag zur Betreuung der Kinder für die Abläufe bei der Stadt Diemelstadt als Trägerin der Kindertagesstätten ein konsequenter und notwendiger Schritt.“

In den beiden Tagesstätten betreuen die Erzieherinnen 200 Kinder. Das Ganze sei in der Pandemie nur durch ein gutes Einvernehmen mit dem größten Teil der Eltern und durch die Unterstützung des Testzentrums in Diemelsee möglich, dessen Mitarbeitende dreimal wöchentlich die Tests an den Kindertagesstätten vornähmen.

Neu organisiert

Vorher habe die Stadt mit Bezuschussung von 50 Prozent durch das Land die dreimal wöchentlich vorgenommenen Tests (pro Kind jeweils vier Euro) selbst organisiert. Gerade zehn Eltern würden lieber daheim testen. Derzeit würden über 99 Prozent der Kinder getestet und könnte die Betreuung sichergestellt werden.

In einer Gruppe werde das Testen in einem Fall von Elternseite abgelehnt, was die Organisation im Kindergarten erschwere. Würde in dieser Gruppe durch Testen eine Corona-Infektion festgestellt, müssten alle Kinder in Quarantäne geschickt werden. Dahinter ständen dann 25 Eltern, die sich dann neben ihrem Beruf selbst um ihre Kinder kümmern müssten.

Einfache Prozedur

Durch negative Testergebnisse kann ein Kind vor dem Ende der vorgeschriebenen Quarantänezeit früher wieder Zugang zur Betreuung im Kindergarten bekommen. Kinder, deren Erziehungsberechtigte einen Test ablehnten, müsste dann mindestens die vollen zehn Tage zu Hause bleiben.

Eine Pflicht zur Teilnahme an den Tests gibt es nicht. Die unangenehmeren Abstriche in Nase oder Rachen entfallen dabei. Die Kinder lutschen an Stäbchen, der Speichel wird vom Testzentrum untersucht. Die kindgerechten Lolli-Tests werden von fast allen Eltern akzeptiert.

Gespräche mit Eltern

Trotz Gesprächen sei es nicht gelungen, die Akzeptanz in diesem Fall zu erreichen, berichtet der Rathauschef. So sei vorgeschlagen worden, in eine Schale zu spucken und dann das Teststäbchen in das Sputum zu tauchen. Somit müsse das Kind nichts in den Mund nehmen. Es bestand die Sorge, dass das Teststäbchen schädlich sein könnte.

Der Magistrat hat nach Auskunft von Schröder Unverständnis für die Verweigerung von Tests bekundet und einen Beschluss gefasst, in dem an das Land appelliert wird, eine Testpflicht einzuführen. (Armin Haß)

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