Heimatmuseum im Dorfgemeinschaftshaus 

Sie wollen die Wrexer Geschichte erzählen

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Wiedereröffnung des Wrexer Heimatmuseums: Dr. Hans-Jürgen Römer (links), Museumsleiter Fritz Lamotte (Mitte) und erster Stadtrat Dieter Oderwald (rechts) selbst einen Rundgang durch die Ausstellungen - hier beim Modell der Wrexer Kirche und mit dem alten, mechanischen Uhrwerk aus der Kirche im Hintergrund.  

Diemelstadt-Wrexen.  Saisoneröffnung im Heimatmuseum: Ab sofort kann das Museum im Dorfgemeinschaftshaus in der Ramser Straße  wieder an jedem ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr besucht werden.

„Hiermit wird bekanntgegeben, dass das Heimatmuseum jetzt eröffnet ist!“– Ganz nach Urgroßvaters Art, mit der Glocke in der Hand, gaben am Sonntag Museumsleiter Fritz Lamotte, erster Stadtrat Dieter Oderwald und Dr. Hans-Jürgen Römer laut ausrufend bekannt, dass die Räume im Gemeinschaftshaus, in denen die Geschichte Wrexens dokumentiert und aufbewahrt wird, jetzt wieder an jedem ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 18 Uhr besucht werden können.

Dr. Römer, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, der das Museum organisiert, versorgte die vielen Besucher mit Hinweisen zu den Ausstellungen. Der Eröffnungstag war gut besucht. Das lag nicht zuletzt am gleichzeitigen Tag des Diemelradweges, der direkt am Haus vorbeiführt und viele Biker zum Absteigen und Pausieren einlud.

So fanden die frisch gebackenen Holzofenbrote des Museumsteams raschen Absatz und später waren die herrlich duftenden Flammkuchen in aller Munde. Manches Glas Honig von der Imkerei Hartlieb wanderte zur Erinnerung im Gepäck.

Der Wrexer Spielmannszug machte akustisch auf den Museumstag aufmerksam und die Rock Kids der Grundschule zeigten, was sie drauf haben, während Lehrer Thomas Wienecke den Takt vorgab.

Im Saal erfreuten sich die hausgemachten Torten und Kuchen nicht nur bei Pfarrerin Elke Carl großer Beliebtheit. Hier konnten handgemachte Kunstwerke von Martina Dötter und Wiedenmanns historische Modeschau bewundert werden, während die Kleinen von Edeltraud Vollmer Material und Anleitung für selbstgemachte Puppen erhielten.

Wer dann noch Volker Kestings Holzarbeiten und Klaus Harkers Glasgravuren bestaunt hatte, der war noch nicht im Museum, um das es eigentlich ging.

Dabei lassen die dort ausgestellten Altertümer rund um Wrexer Industrie-Geschichte, regionale Eigenheiten, örtliche Persönlichkeiten oder der Einblick in den Alltag unserer Ahnen den Betrachter in längst vergangene Zeiten versinken. Jungen Besuchern erschließen sich die technischen Raffinessen unserer Vorfahren und geschichtliche Zusammenhänge werden verständlich.

Im Archivraum wälzten Renate Ise und Marie-Luise Röling dicke Ordner mit historischen Dokumenten und Fotografien. Viel Arbeit liegt noch vor den beiden Damen, die sich über Unterstützer freuen würden.

Mit großem Engagement sind auch die Mitglieder der weiteren Arbeitsgruppen am Werk. Es gibt unter anderem den Bürgertreff und das Backofenteam, das sich ein eigenes Backhaus zum Ziel gesetzt hat.

Zu den Versammlungen der Geschichtswerkstatt im „Treffpunkt“, Ramser Str. 1, dienstags ab 15 Uhr, sind Gäste immer gern willkommen.

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