Vor 70  Jahren  von Vertriebene bezogen 

Siedler bringen Hessentagsflair nach Laubach

Pünktlich zum Jubiläumsfest „70 Jahre Aufsiedlung Laubach“ bekamen die Schafe von Schäfer Jan Pieper ihre Schur verpasst. Rechts Azubi Anton Linsmann.

Diemelstadt-Rhoden/Laubach – Die Laubacher Ortsgemeinschaft hat Beachtliches geleistet: Zum Jubiläumsfest stellten die gerade mal 32 Einwohner einen Miniatur-Hessentag auf die Beine.

Wegweiser durften dabei nicht fehlen, um all die landwirtschaftlichen Vorführungen, Stände und Leckereien auszuweisen, die zur Feier der Neubesiedlung der ehemaligen Domäne vor 70 Jahren mehrheitlich durch Heimatvertriebene aufgeboten wurden.

Das gab es zu sehen

Das Publikum strömte in Scharen, sodass die gestellten 220 Stühle zum Auftakt- Gottesdienst mit Pfarrerin Claudia Engler bei Weitem nicht ausreichten. Auch Landrat Dr. Reinhard Kubat und Bürgermeister Elmar Schröder waren unter den mehr als 600 Besuchern.

Besondere Musik aus der Konserve: Drehorgelfreunde aus Arolsen, Bochum und Iserlohn unterstützten die „Laubacher Drehörgelis“ Helmut und Dorothea Guntermann mit ihren Leierkästen vor der Bilderausstellung. Fotos: Sandra Simshäuser

 Interessierte nutzten die Möglichkeit, an Führungen teilzunehmen, die historische Fotogalerie unter die Lupe zu nehmen, das Laubacher Lädchen zu besuchen, Lamm am Spieß zu verkosten oder den Jüngsten beim Ponyreiten zuzusehen.

Bäuerlich geprägt

Dass Laubach seit jeher bäuerlich geprägt ist, war auch bei den Vorführungen auf den hübsch herausgeputzten Höfen unübersehbar. Landwirtschaftliche Techniken und Geräte von früher und heute wurden vorgeführt.

Die Milchbar kam bei allen an bei der Feierzu 70 Jahre Aufsiedlung Laubach. Foto: Sandra Simshäuser

So nutzten kleine und große Besucher beispielsweise die seltene Gelegenheit, eine Schafschur mitzuerleben, bevor der lang ersehnte Regen einsetzte und das geplante weitere Programm kurzerhand dem Wetter angepasst wurde.

Unter der Erntekrone

 Überdachte Möglichkeiten zur Einkehr hatten die Gastgeber und ihre Angehörigen immerhin genügend geschaffen. Zur Erntezeit durfte aber auch die stilechte Erntekrone in der zur Fußgängerzone umgewandelten Ortsdurchfahrt nicht fehlen. „Die war uns wichtig, weil die Landwirte schon gedroschen haben“, erklärte Doris Melcher, die mit der Milchbar auf dem heimischen Hof ein weiteres landwirtschaftliches Erzeugnis in den Blickpunkt rückte.  (Sandra Simshäuser)

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