Landstraße soll runderneuert werden

Das sind die Pläne für Rhoder Stadtsanierung

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Landstraße Rhoden soll runderneuert werden.

Diemelstadt-Rhoden. Die Stadtverordnetenversammlung votierte einstimmig für die Runderneuerung der Landstraße Rhoden im Rahmen der Stadtsanierung. 4,4 Millionen Euro sind dafür vorgesehen, eine Minimalsanierung ist für das Rathaus eingeplant.

Kanal- und Wasserleitung in der Landstraße sind  in einem so schlechten Zustand, dass eine Erneuerung dringend geboten erscheint. Wegen der Verkrustungen in der Wasserleitung ist sogar die Versorgung mit Löschwasser gefährdet. „Jetzt bietet sich eine große Chance für die Lebensader von Rhoden“, sagte Bürgermeister Elmar Schröder. Die Arbeiten könnten sich bis 2023 erstrecken. 

Das ist im Rathaus notwendig

Die im Anschluss an die Sanierung der Landstraße mit Ausbau der Gehwege und Vorplätze an den Häusern zu zahlenden Ausgleichsbeiträge der Anlieger von insgesamt 250.000 könnten für die Sanierung des Rathauses genutzt werden.

Eine Erneuerung in kleinerem Ausmaß mit Wärmedämmung, Verbesserung des Brandschutzes und einer Verlagerung des Archivs in die Räume der Bücherei wäre notwendig, so Bürgermeister Elmar Schröder. Nach den momentanen Überlegungen würde die Bücherei ins Gemeinschaftshaus verlagert. 

Barrierefrei durch Bücherei?

Eine finanziell bessere Lösung für Stadt und Anlieger werde es so schnell nicht geben, sagte Markus Budde (SPD). Jedoch müssten sich die übrigen Ortsteile darauf einstellen, dass dort drei Jahre „nicht viel laufen wird“. 

Eine Minimalsanierung des Rathauses gelte es genau zu definieren. Er tue sich schwer mit dem Gedanken, das Archiv in die auch als Besprechungsraum genutzte Bücherei zu verlagern. Der Gewölbekeller solle weiter für Sitzungen genutzt werden, ließe sich aber auch durch den ebenerdigen Zugang für einen barrierefreien Bürgerservice nutzen.

Am günstigsten  für Anlieger

Die Stadtsanierung biete aufgrund der Zuschüsse die kostengünstigste Möglichkeit für die Anlieger, sagte Jürgen Pawelzig. Die Erneuerung der Landstraße ermögliche es zudem, bessere Parkplätze vor Praxen und Geschäften zu schaffen. 

Angesichts der Investitionen in Kanäle und Straßen in den Stadtteilen stellte er fest: „Kein Ortsteil wird jetzt abgehängt.“ 

Das ist Denkmalschutz

Die Pläne seien schlüssig, sagte Rainer Runte (CDU). Der Denkmalschutz bekomme so in der von Fachwerkgebäuden geprägten Stadt Rhoden ein Gesicht. Eine Alternative gebe es nicht. 

Darum geht es 

In der Landstraße verlaufen der Kanalhauptsammler und die Wasserleitung, über die die umliegenden Straßen versorgt werden bzw. von denen das Abwasser abgeleitet wird. Allein deswegen war bereits in einem Workshop für die Stadtverordneten, Ortsbeiratsmitglieder und Rathausmitarbeiter klar, dass statt der 1,4 Millionen Euro teuren Rathaussanierung in dem Verwaltungsgebäude nur eine „kleine Lösung“ in Frage komme. 

Die finanziellen Argumente für die Sanierung der Landstraße im laufenden Förderprogramm, die zusätzlich die privaten Gebäudevorbereiche umfassen, überzeugen: So sind nach dem Gemeindeverkehrswegeförderprogramm 1,14 Millionen Euro und aus dem städtebaulichen Denkmalschutz 860 000 Euro zu erwarten. 

Das zahlen die Anlieger

Die Stadt wäre mit 2,16 Millionen beteiligt, die Anlieger mit 240.000 Euro für Hausanschlüsse, Kanal und Wasser sowie später mit 250.000 Euro durch Ausgleichsbeiträge. Nach Ende des Förderprogramms müssten die Anlieger dagegen 1,29 Millionen Euro an Beiträgen aufbringen. Die Gestaltung der Bereiche vor den Häusern (etwa 740.000 Euro) müssten sie selbst finanzieren.

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