Schnadezug der Rhoder Schützen

So macht Traditionspflege Freude 

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Langer Zug querfeldein: Zahlreiche Schnadegänger nahmen am Pfingstmontag, angeführt vom Vorsitzenden der Schnadekommission Friedhelm Gerke (Bildmitte), am traditionellen Schnadezug der Schützengesellschaft Rhoden teil.

Diemelstadt-Rhoden. Tradition folgend, haben am Pfingstmontag die Rhoder Schützen die Gemarkungsgrenzen zwischen Rhoden, Schmillinghausen, Ammenhausen und Dehausen abgeschritten.

Bei herrlichem Sonnenschein trafen sich Schützenbrüder, Frauen und Kinder an der Stadtkirche und machten sich angeführt vom Musikcorps sowie der Schnadefahne auf den rund sieben Kilometer langen Weg. 

Sie marschieren mit

Am Hof Neumeier am Wohnplatz Gashol wurden die Schnadegänger von den Abordnungen aus Schmillinghausen, Ammenhausen und Dehausen empfangen. Nach dem Gottesdienst mit Pfarrerin Claudia Engler unter Mitwirkung von Posaunenchores und MGV Concordia wurde ein Frühstück für die Wanderer angeboten.

 Bei dieser Gelegenheit begrüßte der Vorsitzende der Schützengesellschaft Rhoden, Reinhold Polzer, die zahlreichen Schnadezugsteilnehmer, darunter das amtierende Königspaar Günter und Silvia Grineisen, Kinderkönig Nils Heinemann, Ehrenvorsitzenden Herbert Dinger und Ehrenmajor Rolf Emde. 

Engagierte Schützenbrüder

Der Vorsitzende der Schnadekommission, Friedhelm Gerke und Schnadekundiger Markus Hübel erläuterten den zahlreichen Schnadegängern die Besonderheiten des Streckenabschnittes mit den insgesamt neun zu kontrollierenden Grenzsteinen. 

Eine besondere Ehrung hatte Friedhelm Gerke dabei für die Mitglieder der Schnadekommission, Walter Bracht und Richard Klaus, vorbereitet. Bracht gehört der Schnadekommission bereits seit über 25 Jahren an und hat sie von 2001 bis 2013 geleitet. Er ist insbesondere für die geschichtlichen Hintergründe und in Fragen zur Geologie, Flora und Fauna immer der erste Ansprechpartner für die Schnadeinteressierten. 

Das gehört zur Vorbereitung

Richard Klaus gehört seit 2003 der Schnadekommission an und ist unter anderem für das Markieren der Grenzsteinköpfe und Aufstellen der Markierungspfähle verantwortlich. Für ihre langjährige Tätigkeit wurde Walter Bracht die Schnadenadel in Gold und Richard Klaus die Schnadenadel in Silber verliehen. 

Nach dem Frühstück kontrollierten sich die rund 200 Schnadegänger auf dem rund drei Kilometer langen Grenzabschnitt entlang der Grenze zwischen Rhoden, Schmillinghausen, Ammenhausen und Dehausen. Wegen der jüngsten Windwurfschäden konnte nicht der ursprüngliche Grenzverlauf abgeschritten werden. 

Das sind die Schnadekundigen

Der Vorsitzende der Schnadekommission, Friedhelm Gerke, und der Schnadekundige Markus Hübel gaben den Schnadegängern geschichtliche Informationen zum Streckenabschnitt und zu jedem der insgesamt neun Grenzsteine entlang des Weges. Der Schnadezug fand seinen Abschluss mit einem gemütlichen Beisammensein auf dem Hof Heinemann in der Ortslage in Dehausen. (cw)

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