Erste Ampelanlage ab November an der Bundesstraße bei Rhoden in Funktion

So soll unfallträchtiger Verkehrsknoten an der Autobahn Diemelstadt sicherer werden

Lösung gefunden: Mit einer Ampelanlage soll die Einmündung der Landestraße 3081 am Autohof in Rhoden auf die Bundesstraße 252 sicherer gestaltet werden. Eine weitere Lichtzeichenanlage ist für die Zufahrt zum geplanten Gewerbegebiet Steinmühle in Höhe der Autobahnanschlussstelle in der Nähe geplant. Unser Bild zeigt, von links: Bürgermeister Elmar Schröder, CDU-Landtagsabgeordneter Armin Schwarz und Stephan Brühne von Hessen Mobil in Bad Arolsen. Foto: Armin Haß

Diemelstadt-Rhoden. Bei der Entwicklung eines Konzeptes für den Verkehrsknoten am Autohof in Rhoden ist ein Licht aufgegangen: Ab November wird im Einmündungsbereich der Landestraße 3081 auf die Bundesstraße 252 eine intelligente Ampelanlage den Verkehr regeln.

Ab dann greift auch ein Konzept der Stadt Diemelstadt im Gewerbegebiet Wrexer Teich. Dafür werden Halteverbote an den bisher von Lastzügen nachts zugestellten Straßen eingerichtet und soll eine problematische Verbindung zwischen der Tankstelle und dem Supermarkt dichtgemacht werden. Diese Durchfahrt wird von Ortskundigen häufig als Umfahrung der B 252 genutzt.

Das sind die Pläne fürs Gewerbegebiet

In einem zweiten Schritt würde der Abschnitt an der Anschlussstelle der Autobahn von Kassel ebenfalls mit einer Lichtzeichenanlage geregelt. Die Ampel könnte dann eingeschaltet werden, wenn die geplante Anbindung zum Gewerbegebiet Steinmühle gegenüber der A 44-Anschlussstelle freigegeben würde.

Die zunächst geplante Ampel an der Kreuzung L 3081/B 252 würde vom Land beziehungsweise dem Bund als Baulastträger finanziert und ist mit Kosten von 70. 000 Euro veranschlagt worden, wie Stephan Brühne von Hessen Mobil gestern berichtete.

So schlau sind die Ampeln

Die smarte Lichtzeichenanlage wird über Stauschleifen und automatische Videokameras mittels einer Computeranlage für allein 20 .000 Euro gesteuert. Zugleich kann damit das Verkehrsaufkommen gemessen werden.

Im gleichen Zuge werden die Tempomessstellen („Blitzer“) abgebaut. Das Tempolimit von 70 Kilometer pro Stunde bleibt bestehen und wird in den Bereich der L 3081 erweitert. Schließlich muss vor außerorts stehenden Ampeln eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingerichtet werden, wie Brühne erklärte.

Das sind die weiteren Pläne

Für den Bau einer weiteren Lichtzeichenanlage zwischen Gewerbegebiet und Anschluss an die A 44 steht Hessen Mobil auch schon bereit. Allerdings werden sich an der Finanzierung der schätzungsweise eine halbe Million Euro teuren Anlage mit Stauschleife bis zur Autobahn mehrere Partner beteiligen müssen. Zum Vergleich: Ein noch in den vergangenen Jahren anvisierter Kreisverkehrsplatz würde schätzungsweise 1,6 Millionen Euro kosten. Die Finanzierung wäre dann Sache der Stadt geworden, die Gremien haben das Vorhaben daher als nicht finanzierbar zu den Akten genommen.

Der Bau der zweiten Ampelanlage wird für 2020 anvisiert. Bürgermeister Elmar Schröder berichtete, dass noch Gespräche mit dem Betreiber des geplanten Autohofes anständen und baurechtliche Fragen zu klären seien. 

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